Köln: Ruprecht von der Pfalz
Ident. Nr.: 18253744
ObjID: obj:2383069
Kontakt
Einrichtung:
Münzkabinett
E-Mail:
mk@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1468-1474
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Gewicht: 3,04 gDurchmesser: 22 mm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2383069
Objektbeschreibung
Vorderseite: ROPERTVS - ARCHEPI CO [Ropertus Archiepiscopus Coloniensis]. Stehender Erzbischof mit segnender Rechter und Krummstab.
Rückseite: + MONE NOVA AVREA TVICIEN. In einem Dreipass der Kölner Stiftsschild, belegt mit einem Wappen mit nach links schreitendem Löwen.
Kommentar: Seit ca. 1458 ließen die Kölner Erzbischöfe in Deutz untergewichtige „Postulatsgulden“ mit geringem Goldgehalt prägen. Die Münzen ahmen die seinerzeit massenhaft im Umlauf befindlichen geringhaltigen Goldgulden des Utrechter Bischofs Rudolf von Diepholz (reg. 1423-1455) nach, der während des Schismas zu Beginn seiner Regierung den Titel Postulatus führte. Die Münzen imitieren das Bild der Utrechter Vorbilder, der Kölner Erzbischof ersetzt sogar sein Familienwappen auf dem Stiftsschild durch den Diepholzer Löwen. Die Prägung, die zu heftigen Protesten seitens der Stadt Köln führte, verdeutlicht die Geldverschlechterung im 15. Jahrhundert und die Abkehr des Kölner Erzbischofs von einer stabilen Geldpolitik.
Literatur: A. Noss, Die Münzen der Erzbischöfe von Cöln 1306-1547 (1913) Nr. 440 d-e; G. Felke, Die Goldprägungen der Rheinischen Kurfürsten 1346-1478 (1999) Nr. 1479.
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18253744
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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