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Hebe

Ident. Nr.: W-1961,11

ObjID: obj:2385758

Details (Expert)

Beteiligte
Zuschreibung unsicher: Claude Michel, gen. Clodion (1738 - 1814),
Bildhauer*in
Datierung
um 1800
Geografische Bezüge
Material / Technik
gebrannter Ton
Abmessungen
Höhe: 87 cm

Objektbeschreibung

Eine antikisch gewandete, tänzerisch bewegte Frauenfigur auf rundem flachen Sockel hält mit der Linken eine Schale auf Schulterhöhe. In der Rechten hält sie ein Kännchen auf Kopfhöhe, um etwas in die Schale zu gießen. Ihr Haar ist mit einem Band zurückgebunden. Neben ihrem linken Bein sitzt ein Adler. Dargestellt ist Hebe, die Mundschenkin der Götter, deren Attribut der Adler (Jupiter) ist. Die Oberflächen sind detailliert und qualitätvoll ausgearbeitet, möglicherweise handelt es sich um Modelle für eine Ausführung in Bronze. Der Ton wurde in zwei Formhälften gepresst und nicht gegossen, was für eine Datierung in das späte 18. oder frühe 19. Jahrhundert spricht. Im Bestand des Kunstgewerbemuseums befindet sich auch das Gegenstück, "Erigone" (Inv. Nr. W-1961,10). Die Figur ist unbezeichnet.
Obwohl im Internet Bronzeversionen beider Figuren unter dem Entwerfer Claude Michel, genannt Clodion, kursieren, hat diese Zuschreibung bisher keinerlei belastbare Bestätigung gefunden. Die engsten gestalterischen Parallelen zu einem Clodion-Werk bestehen zwischen der Bacchantin und der 2,05 m großen Gipsfigur der Erigone, die der Bildhauer für die Ausschmückung des Speisesaals in Château de Maisons-Laffitte geschaffen hat. Innerhalb eines Vier-Jahreszeiten-Zyklus personifiziert sie dort den Herbst. Allerdings differieren die Details (bei Clodion hält Erigone die Weinrebe in der Rechten, es fehlt die Schale), und auch die Oberflächengestaltung ist lebhafter als bei den Figuren aus dem Kunstgewerbemuseum. Clodion selbst hat der Verbreitung seiner Modelle in Form reduzierter Terrakottafiguren Vorschub geleistet – darunter auch der Erigone – und damit dazu beigetragen, dass es bereits zu seinen Lebzeiten, vor allem aber im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einer regelrechten ‚Clodionomanie‘ kam. In den Kontext der zahlreichen Nachschöpfungen à la manière de Clodion werden auch die beiden Tonmodelle aus dem Berliner Kunstgewerbemuseum einzuordnen sein.

Lit.: Claudia Kanowski, in: C.Kanowski/L.Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 21-23, mit Abb.

ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Kleiner Gießlöwe aus dem Lüneburger Ratssilber

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Ämterscheibe der Stadt Zürich

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Das Mittelbild zeigt vor rotem Damastgrund auf rosafarbenen Steinstufen stehend die Zürcher Wappenpyramide, deren Aufbau mit den beiden einander in heraldischer Höflichkeit zugeneigten und zugewendeten Zürcher Schilder (schräggeteilt von Weiß und Blau), die von Reichsadlerschild(in Gelb ein schwarzer gelbnimbierter Doppeladler) und Kaiserkrone überhöht werden, den reichsunmittelbaren Status der Stadt veranschaulicht. Als Wappenhalter dienen zwei Stärke symbolisierende, grimmig die Zähne fletschende gelbe Löwen mit reicher Zottelmähne. Umrahmt wird das Mittelbild von einem Kranz von 33 bunten Wappenschilden der im Jahr 1545 zugehörigen Ämter und Vogteien, die im weißen Randstreifen darüber jeweils namentlich aufgeführt sind. Im Uhrzeigersinn: Kyburg (in Rot ein gelber Schrägbalken, begleitet von zwei gelbenLöwen), Sax (von Rot und Gelb gespalten, Regensdorf: in Weiß drei blaue Pfähle, überdeckt von rotem Balken), Maschwanden (in Gelb eine geschweifte schwarze Spitze, belegt und beseitet von drei Planetenzeichen Erde in gewechselten Farben), Horgen (in Rot ein weißer gelbbewehrter Schwan), Hegi (in Gelb ein schwarzer Löwe), Stein am Rhein (in Rot der auf weißem Pferd nach links reitende gelbnimbierte hl. Georg in weißer Rüstung, mit der Lanze in seiner Linken den gelben Drachen tötend), Steinegg (in Blau ein weißer Wellenbalken), Andelfingen (in Rot ein gelber Schrägbalken, begleitet von zwei schreitenden gelben Löwen, über dem unteren ein gelber sechszackiger Stern), Stammheim (gespalten, links in Gelb ein halber ausgerissener grüner Zweig mit drei grünen Blättern, rechts in Rot ein gelber Stamm), Zollikon (schräglinksgeteilt von Blau mit sechsstrahligem Stern und von Weiß mit rotem Schrägbalken), Elgg (in Rot ein weißer Balken von drei 2:1 schwarzen Bärenköpfen mit gelbemHalsband beseitet), Meilen (nur noch fragmentarisch: in Gelb über grünem Dreiberg eine zweitürmige schwarze Zinnenburg, überhöht von zwei sechsstrahligen, hier weißen statt roten Sternen), Rümlang (in Rot ein halbes weißes Einhorn), Stäfa (in Weiß die hl. Verena gelbnimbiert, in blauem Kleid und gelbem Mantel, in der erhobenen Rechten einen gelben Kamm, in der gesenkten Linken einen grünen Krug haltend), Wädenswil (in Rot eine gelbe Schnalle, Kilchberg: in Blau eine vierblättrige weiße Rose), Thalwil (in Weiß zwei gekreuzte schwarze Rohrkolben an beblätterten gelben Stängeln), Küsnacht (in Rot ein übereckgestelltes gelbes Kissen mit Quasten), Greiffensee (in Gelb ein steigender roter Greif), Männedorf (in Gelb ein steigender schwarzer Fischotter, im Maul einen weißen Fisch haltend), Neuamt (geteilt, oben in Blau ein gestürzter Halbmond, unten in Gelb zwei rote Rosen), Sellenbüren (in Gelb ein schwarzer Bärenkopf), Bülach (schräggeteilt von Weiß und Rot), Fluntern (in Blau zwei gekreuzte weiße Zepter), Wollishofen (gespalten, rechts gelb, die linke rote Hälfte dreimal von Weiß quergeteilt), Freiamt (in Gelb ein kreuzförmiger schwarzer Schildbeschlag), Regensberg (in Rot eine weiße Burg, überhöht von einem gelben Regenbogen auf weißen Wolken fußend), Laufen (in blau zweisenkrechte gelbbekleidete Arme), Hedingen (nur noch fragmentarisch: in Gelb eine schrägrechte gestürzte schwarze Spitze), Winterthur (in Weiß ein roter Schrägbalken, begleitet von zwei schreitenden roten Löwen), Eglisau (in Gelb über weißem Dreiberg ein stehender schwarzer Hirsch), Grüningen (in Grün ein steigender weißer Löwe).Inschrift: Auf dem rosa Randstreifen umlaufend in nachgotischer Fraktur die Namen der Wappeninhaber, im Uhrzeigersinn: Kyburg • Sax • Reg.asperg Mackwanden Korgen Hegi • Stein • Steinegg • Andelfing (Stammheim) (Zollikon) (Elgg) (Meilen) (Rümlang) Stäffen • (Wädens) vyl • Kilchberg • Talwil • Küssnacht Grüffense Mänidorf Neuwampf Sellenbür • Bülach Flunterenn Wollishofen (Freia)mpt • Regenspurg • Lauffen • Hedingen •Winterdur Eglysoun Groningen •. Im Schriftband auf den Stufen: 1545.CVMA 99756