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Abschied der Apostel (Divisio Apostolorum)

Ident. Nr.: 1935,174

ObjID: obj:2387537

Details (Expert)

Datierung
um 1470/80
Provenienz
Nachlass/Vermächtnis: Friedrich Fürer von Haimendorf, Röthenbach an der Pegnitz ,
um 1927
J. Rosenbaum Antiquitäten,
spätestens seit 1930
Kauf: anteilig Max Heilbronner Antiquitäten, Berlin, und J. Rosenbaum Antiquitäten, Frankfurt am Main ,
seit nach 1930
Übereignung: Dresdner Bank,
bis 15.8.1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
ab 15.8.1935
Material / Technik
Bildwirkerei; Wolle, Leinen und Seide
Abmessungen
Höhe x Breite: 60 x 207 cm

Objektbeschreibung

Vor einem von Burgen, Bäumen und Blumen belebten Hintergrund erscheinen die sechs Paare der voneinander abschiednehmenden Apostel, die zur Missionierung aufbrechen. Der apokryphen Überlieferung zufolge waren den zwölf Aposteln ihre jeweiligen Missionsgebiete durch Los zugewiesen worden. Die Abschiedsszene bot Gelegenheit zu genrehaften und emotionalen Darstellungen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa