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Fliese mit Mädchenbildnis

Ident. Nr.: SB 106

ObjID: obj:2390150

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
um 1905
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Meißen
Abmessungen
Höhe x Breite: 15 x 15 cm

Objektbeschreibung

Die Fliese zeigt einen Frauenkopf mit geschlossenen Augen und streng stilisierten Haaren. Im Haar trägt sie zu beiden Seiten jeweils eine stilisierte Blüte.
Die Sächsische Ofen-und Wandplattenwerke AG, Meißen wurde 1869 gegründet. Das Unternehmen erzeugte Steingut-Wandplatten, wetterfeste Platten, Porzellan-Verblender, Baukeramik, Kachelöfen und Kamine. Vorhanden war eine Malerei- und eine Druckereiabteilung sowie eine Aerographenanlage. Produziert wurde mit 700 Arbeitern an 65 Brenn- und Tunnelöfen. Das Rohmaterial wurde aus einer betriebseigenen Tongrube bezogen. (Hennig, 1986, S. 169)
MAKR

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR