Ident. Nr.: D (7 S 135) 702/1988
ObjID: obj:2399231
Details (Expert)
- Datierung
- Anfang 20. Jh.
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Strohborten, geflochten über Weidenschienen, Emaillekasten
- Abmessungen
- Länge x Breite x Höhe: 36 x 23 x 23 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2399231
Objektbeschreibung
Viereckiger Korb in konischer Form. Deckelklappen nach außen gewölbt, Flechtwerk unlackiert. Seiten nicht geflochten, sondern Emaillekasten mit Mohnblumendekor auf weißem Untergrund (Jugendstil).
Die beiden gewölbten Deckelklappen (mit Doppelschienen) und der eckig gebogene Henkel sind dicht mit geflochtenen Strohborten (ca. 1 cm breit) umwickelt bzw. ausgeflochten. Auf den mit Bindfäden befestigten Deckelklappen gibt es außerdem dezente Zierflechtungen aus grün gefärbten Weidenschienen. Die Seitenflächen werden zusätzlich durch feine, gebogene Weidenschienen strukturiert. Unter dem Korbgestell verhindern kleine Holzauflagen das Durchscheuern der Strohflechtbänder. Die Flechtverzierungen und die mit Blumen bemalte Emaille unterstreichen den besonderen Charakter dieses Marktkorbes.
Ein Gestell aus sorgfältig umflochtener Weide dient hier der Aufnahme eines emaillierten Blechkastens. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden solche Körbe zum sicheren Transport auslaufgefährdeter Waren, z.B. des eingekauften Fleischs genutzt.
Möglicherweise handelt es sich hier um den ab 1898 produzierten „patentierten Emaillier-Handkorb" der Firma F. C. Klötzers Nachfolger Martin & Bausch aus Lauter. (siehe A. Martin: Spankörbe aus dem Erzgebirge, Dresden, 2010, S. 29.)
Die beiden gewölbten Deckelklappen (mit Doppelschienen) und der eckig gebogene Henkel sind dicht mit geflochtenen Strohborten (ca. 1 cm breit) umwickelt bzw. ausgeflochten. Auf den mit Bindfäden befestigten Deckelklappen gibt es außerdem dezente Zierflechtungen aus grün gefärbten Weidenschienen. Die Seitenflächen werden zusätzlich durch feine, gebogene Weidenschienen strukturiert. Unter dem Korbgestell verhindern kleine Holzauflagen das Durchscheuern der Strohflechtbänder. Die Flechtverzierungen und die mit Blumen bemalte Emaille unterstreichen den besonderen Charakter dieses Marktkorbes.
Ein Gestell aus sorgfältig umflochtener Weide dient hier der Aufnahme eines emaillierten Blechkastens. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden solche Körbe zum sicheren Transport auslaufgefährdeter Waren, z.B. des eingekauften Fleischs genutzt.
Möglicherweise handelt es sich hier um den ab 1898 produzierten „patentierten Emaillier-Handkorb" der Firma F. C. Klötzers Nachfolger Martin & Bausch aus Lauter. (siehe A. Martin: Spankörbe aus dem Erzgebirge, Dresden, 2010, S. 29.)
Letzte Aktualisierung: 29.06.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de