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Die drei Parzen

Ident. Nr.: 1925,35

ObjID: obj:2399768

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Konrad Linck (1730-1793),
Bildhauer*in
Ausführung: Frankenthaler Porzellanmanufaktur (1755-1800),
Hersteller*in
Datierung
um 1765
Abmessungen
Höhe: 28,5 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: Porzellangruppe, die drei Parzen, farbig bemalt. Auf bläulichgrauem Wolkensockel in der Mitte Atropos, liegend, in der linken Hand die (abgebrochene) Schere, rechts von ihr Lachetis, die mit beiden Händen den Faden hält, links von ihr Klotho mit dem Spinnrochen. Alle drei tragen goldene Kronen, die Gewänder in Gold, Purpur, bzw. Blau gemustert. Neben Lachetis ein flehender Putto, hinter Atropos und Klotho ein Putto mit Blumenkorb und ein Putto mit Buch.
Frankenthal 1765 Blaumarke (gezeichnet) Monogramm CT mit Krone, eingeritzt: „Marx“, Modell von K. Linck

Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa