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Der Herbst

Ident. Nr.: 1907,96

ObjID: obj:2428273

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Ernst Heinrich Reichard (1710 - 1764),
Bildhauer*in
Ausführung: Porzellanmanufaktur Wilhelm Caspar Wegely (1751 - 1757),
Hersteller*in
Datierung
1751 - 1757
Geografische Bezüge
Material / Technik
Porzellan, weiß, glasiert
Abmessungen
Höhe: 17,5 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: „Porzellanfigur. Bacchus. Weißglasiert. Auf einem Sockel mit Emblemen auf den vier Seitenfeldern steht Bacchus, unbekleidet, an einen Baumstumpf gelehnt. Ein Fell hängt über Rücken und rechte Schulter. Mit dem linken Fuß tritt er auf eine Honigwabe, den Kopf nach rechts gewendet, sieht er lächelnd auf die Weinrebe, die er in der erhobenen Rechten hält. In der Linken hält er ebenfalls Reben; ebenso Weinlaub und Reben im Haar. gezeichnetes W in Unterglasurblau. Unter dem Sockel X/90/26 eingepreßt. (Der kleine Finger der linken Hand und ein Stückchen von der Sockelbasis vorn abgebrochen.) Berlin Wegely 1752–1757“
Abbildungen vergleichbarer Stücke in der Literatur: Sauerlandt 1923, S. 46 – Zick 1978, Kat. 24 – Kat. Hamburg 1993, Kat. 15.
Von der Figur ist nur der Sockel erhalten.
(Heim 2016, Krüger Verlustverz. Nr. 155)
MAKR

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa