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Blumenbild mit Kirschblütenzweigen

Ident. Nr.: 1934,11

ObjID: obj:2428657

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Lary Booth,
Hersteller*in
Datierung
um 1910
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Berlin
Abmessungen
Höhe x Breite: 27 x 50 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: "Stickerei in Nadelmalerei in weißer und grüner Seide auf hellgrauem Leinen. Kirschblütenzweige. Arbeit von Frl. Lary Booth"

"Florale Motive im Ausschnitt spielen nach ostasiatischen Vorbildern im Kunstgewerbe des Jugendstils allgemein eine große Rolle. Über Jahrhunderte war der symbolische Wert einer Pflanze mit entscheidend für ihre Darstellung. Um 1900 waren es ihre typischen Merkmale, Schönheit in Form und Farbe, die im Ausschnitt wesentlich spontaner erfaßt werden konnten. Den Bildern von Lary Booths vergleichbar sind gewebte Wandbehänge der Scherrebeker Werkstatt, speziell die der Töchter Justus Brinckmanns Carlotta und Ida Brinckmann. Es sind schöne Pflanzenmotive in ähnlichen Ausschnitten, mit den in jenen Jahren bevorzugt dargestellten Kaiserkronen, Fingerhut oder Stockrosen (Kunsthandwerk in Schleswig-Holstein, Bildteppiche seit 1900. Kat. Schleswig 1974)." Mühlbächer 1995, Kat. 237. MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa