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Maria, Hl. Katharina und männlicher Heiliger

Ident. Nr.: 1944,18 (13)

ObjID: obj:2430229

Details (Expert)

Datierung
1. Drittel 15. Jahrhundert
Material / Technik
Blei-Zinn-Legierung, gegossen
Abmessungen
Objektmaß: 77,8 x 62,2 x 2 mm
Gewicht: 13,4 g

Objektbeschreibung

Gitterguss, mit wappenförmigem Rahmen, ursprünglich drei Ösen. Am inneren Rand des wappenförmigen Rahmens befindet sich die umlaufende Inschrift „+ AVE : MARIA : GR/ACIA : PLENA : DOMI/NUS : TECUM : BENEDICTA: TV”, am äußeren RandWürfelaugen. Von den ursprünglich drei Ösen sind nur die an der unteren Spitze und an der linken oberen Ecke erhalten. Von den drei Figuren innerhalb des Rahmens stellt die mittlere wohl die stehende, mit einer Lilienkrone gekrönte Madonna dar. Die kleinere rechte Figur ist ebenfalls gekrönt und nimbiert und trägt in der linken Hand ein Rad und in der rechten einen Palmenzweig; es handelt sich um die hl. Katharina. Die linke, nur fragmentarisch erhaltene Figur hat einen männlichen Kopf, dessen Haar vermutlich tonsuriert ist. Oberhalb des Schildes sind zwei zur Mitte gewendete kniende Adoranten zu vermuten, von denen nur die unteren Teile der Faltengewänder erhalten sind. Zwischen ihnen befinden sich zwei schwer deutbare Fragmente. Neben der unteren Öse befindet sich eine Zunge, vermutlich zum Befestigen von Papier. HK

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa