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Drei-Könige-Pilgerzeichen der Kölner Domkirche

Ident. Nr.: 1944,18 (19 a)

ObjID: obj:2430270

Details (Expert)

Datierung
14. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Herstellungsort: Köln
Material / Technik
Blei-Zinn-Legierung, gegossen
Abmessungen
Objektmaß: 28,5 x 50,5 x 1,3 mm
Gewicht: 3,5 g

Objektbeschreibung

Gitterguss, querrechteckig. In Anlehnung an eine Schreinarchitektur gliedert sich das Zeichen in eine schmale horizontale Zierleiste mit Blatt- und Blütenornamenten und darüber vier Arkadenbögen mit jeweils einem spitzen Dreipassgiebel mit Kreuzblume, deren linke und zweite von rechts fehlen. Unter dem linken Arkadenbogen thront Maria mit dem Kind auf einer Thronbank halbfrontal, zu ihrer Linken steht das Kind auf der Bank. In zweiten Arkade kniet einer der Könige neben einer stilisierten Blume, darüber erscheint ein sechsstrahliger Stern. In der rechten Hand hält er ein Gefäß, in der linken eine Lilienkrone. In der dritten Arkade steht ein Könige aufrecht frontal mit ausgebreiteten Armen, mit seiner Rechten auf Maria weisend, trägt er in der linken Hand ein Gefäß. In der vierten Arkade steht der dritte König nach hinten geneigt in Schrittstellung. Sein Kopf fehlt inzwischen, ebenso die rechte Hand, die ein rechteckiges Gefäß hält. Die Darstellung der Heiligen Drei Könige entspricht dem so genannten „französischen Schauspieltypus”. HK

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa