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Weisung des Hauptes Johannes des Täufers

Ident. Nr.: 1944,18 (41)

ObjID: obj:2435109

Details (Expert)

Datierung
14. Jahrhundert
Material / Technik
Blei-Zinn-Legierung, gegossen
Abmessungen
Durchmesser x Tiefe: 45,8 x 2,2 mm
Gewicht: 12,8 g

Objektbeschreibung

Flachguss, rund. Das untere Drittel des runden, von Perlschnur gesäumten Bildfeldes wird von einem Altar bzw. einer Tribüne eingenommen, an deren Eckpunkten je ein Lilienornament sichtbar ist. Die Schauseite des Altars wird durch einen Behang gebildet, auf dem drei kleeblattartig angeordneten Kügelchen verteilt sind. Davor sind zwei Adoranten in Mänteln mit großen Kapuzen dargestellt. Auf der Tribüne steht in der Mitte frontal eine Gestalt, deren Haupt bis zum oberen Rand des Bildfeldes reicht. Sie hält vor sich einen kreisrunden Gegenstand, dessen äußerer Rand von einem Perlschnurornament gebildet wird. Im Inneren erscheint ein menschliches Antlitz wiederum von einem Perlstab umrandet. Es handelt sich um die sogenannte Johannesschüssel, die aus Konstantinopel nach Amiens verbrachte Schädelreliquie Johannes des Täufers. Die Weisung flankieren zwei kleinere Gestalten, die sich zur Mitte wenden und mit beiden Händen je ein großes brennendes Wachslicht halten. Um die Szene herum befinden sich sieben Ornamente in Form von drei kleeblattartig angeordneten Kügelchen. Am linken oberen Rand sind Reste einer abgebrochenen Öse zu erkennen, eine Deformierung am rechten oberen Rand scheint auf eine weitere fehlende Öse hinzudeuten.Auf der Rückseite befindet sich ein großes Lilienornament. An einigen Stellen sind Spuren roter Farbe festzustellen. HK

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale auf drei Schildhaltern mit Hirsch im Gehege aus dem Lüneburger Ratssilber

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Fußgestell, Zinnenring (an der Schale) und Figuren gegossen. Fußgestell außen, Schilde, Schalenrand, Fond, Kranz, Sockelmitte mit Zaun und Hirsch vergoldet, der Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails. Tragefiguren durch einen Zinnenring verbunden, der an eine Manschette gelötet ist. Auf dieser sitzt die Schale, gehalten von einem Zungenkranz. - Eine Frucht im aufgelegten Blattkranz der Schale und Geweih des Hirsches verloren.Das Gerät lehnt sich im Aufbau an die Evangelisten- und die Kirchenväterschale (Inv. Nr. 1874, 394 und 1874, 393) an. Die tragenden Schildhalter sind nach einem Modell gegossen. Im Fond der tiefen Schale getriebenes Geäst mit Blättern und Früchten (Feigen?). Im Zentrum ein Hügel mit liegendem Hirsch, umgeben von einem Flechtzaun mit überdachtem Tor und Vorhängeschloß. Aufgelegt ein Kranz aus Blättern und Früchten und vier Wappen.Eines der Wappen dürfte das des Besitzers sein, des Ratsherren Johannes junior von dem Lohe, der 1468 Sülfmeister und 1480 Kämmerer wurde (gest. 1482). Das zweite Wappen von dem Lohe verweist im Verein mit dem der Godenstede auf die Eltern, Johannes von dem Lohe (gest. 1471) und dessen erste Frau Gesche von Godenstede, das vierte Wappen ist das der Großmutter mütterlicherseits Tibbecke von Töbing, die seit 1466 Witwe war. Wie die Kämmereirechnungen verzeichnen, kam die Schale 1482 aus dem Nachlaß des Johannes von dem Lohe auf das Rathaus: "Hr. Johan vam lo 129m 9s hyrto noch syne beste suluere schale de quam vpp dat Radthus vnd wogh." Kurz wird sie im Inventar von 1555/56 erwähnt: "Ein grote sulueren schale her Johan van Loess."