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Schäferin als Wasser

Ident. Nr.: S 1538

ObjID: obj:2435183

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Friedrich Elias Meyer (geb. 1723/24, gest. 02.10.1785),
Bildhauer*in
Ausführung: Manufaktur Gotzkowsky Berlin (1761 - 1763),
Hersteller*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Hersteller*in
Datierung
1762/63
Geografische Bezüge
Material / Technik
Porzellan, staffiert
Abmessungen
Höhe: 23 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: „Porzellanfigur (Schäferin als Wasser). Den rechten Fuß zurückgesetzt stehend, in der Linken einen Henkelbecher schief haltend, sodaß das Wasser ausläuft. Weißes Kopftuch mit Purpurmustern., Mieder hellgelb mit gelben Streifen und Purpurblumen, Rock mit Borte von blauen Blumen, Schürze gelbbraun, Unterrock braunrot. Sockel gold- und blaßblau staffiert. Kittstellen am linken Ellenbogen und der linken Hüfte, dort hing ursprünglich ein Korb, wie bei S 1537, mit dessen Modell es sonst übereinstimmt. Rechter Zeigefinger ergänzt. Lenz Abb. 7 Modell 17 Berlin nach 1763 Blaumarke: gezeichnetes Zepter Stempelmarke gezeichnetes G und eine Kerbe Modell der Gotzkowski-Zeit“
Modell: 17 „Eine Figur, ein Schäfer-Mädchen, das Wasser.“
Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
(Heim 2016, siehe auch Kat. Nr. 12, Krüger Verlustverz. Nr. 136)
MAKR

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR