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Sebastianspfeil

Ident. Nr.: 1944,18 (62 d)

ObjID: obj:2437551

Details (Expert)

Datierung
Ende 15./Anfang 16. Jahrhundert vor Christus
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Frankreich
Material / Technik
Blei-Zinn-Legierung, gegossen
Abmessungen
Objektmaß: 17,1 x 57,2 x 3,8 mm
Gewicht: 5,8 g

Objektbeschreibung

Gitterguss in Pfeilform. Den Schaft des Pfeils bilden 16 runde Segmente, die jeweils in Perlschnüre gefasst sind. An den Stößen zwischen den Kreisen sind kleine rhombenförmige Ecken angebracht. Die Spitze des Pfeils ist dreieckig und ebenfalls mit einer feinen Perlschnur gefasst. In der Mitte des Schaftes setzt am neunten und vierten Segment ein Kreis an, der aus zwölf analog gestalteten Segmenten besteht, von denen zwei gleichzeitig Elemente des Schaftes sind. Die letzten sechs Segmente tragen beidseitig je ein federförmiges Element, welche in einem Winkel von etwa 60° nach schräg hinten verlaufen und die Fiederung des Pfeils bilden. HK

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa