Logo

Buntes Abendkleid im Hemdblusenstil

Ident. Nr.: 2005,UR 304 a-c

ObjID: obj:2439161

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Datierung
um 1970
Geografische Bezüge
Ausgabe: Berlin
Abmessungen
Länge: Kleid a) 149 cm
Länge: Schuhe b) 27 cm
Länge: Gürtel c) 84 cm

Objektbeschreibung

Sportliches Abendkleid im Hemdblusenstil; Das Oberteil mit eingearbeiteter Corsage fällt locker bis zur Taille und schließt mit einer mittleren Knopfleiste sowie mit Oberstoff bezogenen Kugelknöpfchen. Es hat einen großen Kragen und kurze Revers. Die Ärmel sind mäßig weit und an den Gelenken von Manschetten eingehalten. In der Taille setzt der rundum in Quetschfalten gelegte Rock an. Die Falten sind in Hüfthöhe abgesteppt. Die Taillennaht kaschiert ein roter Rauhledergürtel. Der bunte Bordürendruck des zarten Gewebes zeigt naive Blütenmotive im Wechsel vor blauem, bzw grünem Fond. Dazwischen schmale Streifen mit Blattmotiven vor orangerotem Fond.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa