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Dreiteiliges Abendensemble aus schwarzem Samt

Ident. Nr.: 2005,UR 370 a-c

ObjID: obj:2449909

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Datierung
um 1986
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Berlin
Abmessungen
Länge: Jacke a) 50 cm
Länge: Rock b) 103,5 cm vorn; hinten L: 115 cm
Länge: Bluse c) 66 cm

Objektbeschreibung

Dreiteiliges Abendensemble, Rock und Oberteil aus schwarzem Seidensamt, die weiße Bluse aus reinseidenem Crêpe-Satin-faconné (Abraham). Das Oberteil hat Fledermausärmel und einen Dekolletéeinsatz aus schwarzer Chantilly-Spitze, sowie Straßknöpfe. Der bodenlange Rock hat in Hüfthöhe aufgesetzte Taschen, die Gehweite des Rocks wird durch eine raffiniert geschnittene Rückenpartie erreicht. Dazu kann ein Ledergürtel getragen werden. Wahlweise kann auch die weiße Bluse dazu kombiniert werden.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa