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Deckelvase mit Blumen und Vögeln

Ident. Nr.: 1941,42 a,b

ObjID: obj:2452175

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Fayencemanufaktur Cornelius Funcke, Berlin (1699 - 1747/67),
Hersteller*in
Datierung
Anfang 18. Jahrhundert
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Berlin
Abmessungen
Höhe: mit Deckel 42 cm
Höhe: ohne Deckel 30,5 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: "Deckelvase, Fayence, mit Scharffeuerdekor in Gelb, Blau, Manganviolett, Resedagrün. Achteckige Balusterform. Gelber Grund, darin stilisierte Blumenranken, Kelchgehänge und vier Aussparungen an vier Ecken der Schulter, darin Nelken. Auf dem Körper über zwei Seitenflächen vier hohe passige Reserven, darin ostasiatisch stilisierte Blumen mit sitzendem und fliegendem Vogel. Deckel mit achteckigem Knauf, bemalt mit Blattgehängen und gebogenen Blättern in gelbem Grund."
Das Stück war während des II. Weltkrieges im Schloßkeller III verlagert. Es hat sich nur der Deckel erhalten, die Vase selbst ist verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa