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Konstellation weißer Formen auf hellblauem Grund

Ident. Nr.: B UHP 3/13

ObjID: obj:2457144

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Arp (1886 - 1966),
Künstler*in
Datierung
1953
Weitere Titel
Sammlungstitel: Konstellation weißer Formen auf hellblauem Grund
Originaltitel: Constellations des formes blanches sur fond bleu clair
Übersetzung: Constellation of White Forms on Light Blue Ground
Provenienz
Galerie d'Art Moderne, Basel,
399590
Auktion: Christie's London (Lot 203),
1.2.1992
Privatbesitz,
1.2.1992–3.7.2008
Sotheby's Paris (Los 0038),
3.7.2008
Sammlung Ulla und Heinz Pietsch, Berlin,
17.12.2010
Material / Technik
Holz und Farbe
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 62,8 x 47 x 4 cm
Erwerbung
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Objektbeschreibung

Seit den 1910er-Jahren war Hans Arp als Künstler aktiv. Er gehörte 1916 zu den Mitbegründern der Dada-Bewegung in Zürich, engagierte sich seit Mitte der 1920er-Jahre bei den Surrealisten in Paris und war Anfang des folgenden Jahrzehnts Mitglied der Künstlergruppen Cercle et Carré und Abstraction Création, die sich in Paris der ungegenständlichen, geometrischen Kunst verschrieben hatten. In diesen Jahren entwickelte Arp seine organisch-abstrakte Formensprache, die er auch in dem 1953 geschaffenem Relief „Konstellation weißer Formen auf hellblauem Grund“ verwendet. Auf einer ovalen hellblauen Platte hat Arp dabei drei unterschiedlich große, zellförmige weiße Objekte arrangiert. Dabei kam es dem deutsch-französischen Künstler weniger auf die einzelne Form an als vielmehr auf ihr Beziehungsspiel untereinander, ihr Verhältnis zur Fläche und dem sie umgebenden Raum. Seine Konstellationen begriff er weniger als fixierte Gestalt, sondern – in Analogie zu den stetigen Wachstumsprozessen in der Natur – als in fixierte Gestalt, sondern als momentane Zusammenstellung einer Möglichkeit, die immer wieder verändert und weiterentwickelt werden kann. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

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Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz