Gala, Max und Paul
Ident. Nr.: B UHP 38/13
ObjID: obj:2457844
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1923
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: René Gaffé,
ohne DatumErwerbungsart ungeklärt: Galerie André François Petit,
frühestens 1950er-JahreErwerbungsart ungeklärt: Galerie Brusberg,
bis 1986Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
1986-2010 - Material / Technik
- Öl auf Pappe
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 33,5 x 24,5 cmRahmenmaß: 56 x 47,5 x 5,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2457844
Objektbeschreibung
Durch die Vermittlung seines Freundes Tristan Tzara war der in Köln lebende „Dada-Max“ in Kontakt mit der französischen Dadaisten-Szene gekommen. 1921 erhielt er auf Einladung von André Breton eine erste Einzelausstellung in der Buchhandlug Au sans pareil in Paris. Noch im selben Jahr besuchten ihn der Dichter Paul Éluard (1895–1952) und dessen Frau Gala (1894–1982) in Köln, um Illustrationen für einen Gedichtband auszuwählen. Die sich rasch entwickelnde gegenseitige Zuneigung sprengte Ernsts Beziehung zur eigenen Familie: 1922 verließ er Frau und Kind, um in Paris zu leben. Im Norden der Stadt bezog er mit den Éluards deren Haus, das er mit surrealen Wand- und Deckengemälden versah. „Gala, Max und Paul“ setzt der offen gelebten Ménage-à-trois ein eindrucksvolles Denkmal: Im Hintergrund stehen auf einem parnassartigen Hügel die beiden Männer eng beieinander, während im Vordergrund die schlanke Gala im hautengen Kleid aufragt. Zwischen ihr und den Männern sind in der ansonsten wüstenleeren Landschaft einige Formen zu erkennen: Auf einem grundstückartigen Rechteck steht das Fragment einer antiken Säule, daneben schemenhaft ein aufgeklapptes Buch als sinnbildhafte Anspielungen auf die Dargestellten. In dem wenig später entstandenen Gemälde „Qui est ce grand malade […]“ (1923/1924, Sammlung Scharf-Gerstenberg SSG 80) variierte Ernst diese Konstellation. Im Zentrum ragt jetzt nur noch eine große Säule, während die Zeilen eines Gedichtes zwei im Hinter- und Vordergrund getrennt voneinander stehende Liebespaare bandartig umschlingen. Ernsts Liaison mit Gala endete 1924. Zehn Jahre später heiratete sie Salvador Dalí. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 17.04.2026
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Neue Nationalgalerie
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