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Marceline: „Ich finde Dich ziemlich abgeschmackt!“ – Der Himmlische Bräutigam: „Das stimmt, meine Preise sind zu gesalzen. Ich bin das Hundsgras für Paläste und nicht für Katen. So bald wie möglich ziehe ich fort und überlasse Dich meinem Zorn.“, Illustrationsvorlage für den Collagenroman „Das Karmelienmädchen“

Ident. Nr.: B UHP 46/13

ObjID: obj:2457863

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Max Ernst (1891 - 1976),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1929/1930
Weitere Titel
Sammlungstitel: Marceline: „Ich finde Dich ziemlich abgeschmackt!“ – Der Himmlische Bräutigam: „Das stimmt, meine Preise sind zu gesalzen. Ich bin das Hundsgras für Paläste und nicht für Katen. So bald wie möglich ziehe ich fort und überlasse Dich meinem Zorn.“, Illustrationsvorlage für den Collagenroman „Das Karmelienmädchen“
Originaltitel: Marceline: »Vous êtes d' un mauvais goût particuliert« - La céleste fiancé: »Certainment, je prends toujours trop cher. Je suis le chiendent de palais et non da chaumières. Je vais partir au plus tôt et je vous laisse ma colère.« Modèle d'illustration pour le roman collage «Das Kamelienmädchen «
Übersetzung: Marceline: "You're in particularly bad taste!" – The Heavenly Groom: "That is right, my prices are steep. I am the grass for palaces and not for cats. As soon as possible I will go from here and leave you with my fury." Draft of an illustration for the collage novel "Das Karmelienmädchen"
Provenienz
Erwerbungsart ungeklärt: Pierre Gaspard Lévy,
bis 1931
Kauf: Julien Levy Gallery, New York / Julien Levy, Bridgewater, Connecticut,
ab 1931
Kauf: Ernst O. E. Fischer / Nachlass O. E. Fischer, Krefeld,
vermutlich 1971-mindestens 1991
Kauf (?): Privatsammlung, München (vermutlich Beate von Starck, Gräfelfing),
spätestens ab 1997
Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
2008-2010
Abmessungen
Höhe x Breite: 11 x 16,2 cm
Höhe x Breite: 22 x 25 cm
Erwerbung
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Objektbeschreibung

Die beiden Blätter der Nationalgalerie (Schenkung Pietzsch) dienten als Vorlage für den zweiten von insgesamt drei Collagenromanen, die Ernst zwischen 1929 und 1934 schuf. Das von ihm erfundene Genre basiert auf Ausschnitten aus dem Fundus der bürgerlichen Bilderwelt des 19. Jahrhunderts. Ernst fand sie in illustrierten Zeitschriften und wissenschaftlichen Publikationen. Mit Schere und Skalpell präparierte er aus ihnen das Arsenal seiner „Romane“ heraus und führte durch gezielte Eingriffe die klischeehaften Idealvorstellungen von Familie, Religion und Vaterland ad absurdum. Indem er beispielsweise zwei Akte und drei kopfähnliche Kugeln in das Schlafgemach eines jungen Paares versetzte, sie mit einem grotesk-pathetischen Dialog versah, zog Ernst die gesamte Situation ins Lächerliche – und verzichtete bewusst darauf, ihre Rätselhaftigkeit aufzulösen. Die Quellen seiner Bild-Expeditionen verriet er nur ungern, ähnlich wie die mit bloßem Auge oftmals kaum zu erkennenden Schnittstellen. So kann man häufig – wie in „Der erste barbarische Schiffbrüchige […]“ – nur an den unterschiedlichen Papierfarben der Originalvorlagen sehen, wo der Künstler Hand angelegt hat. | Kyllikki Zacharias

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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