L'Équateur
Ident. Nr.: B UHP 93/13
ObjID: obj:2457900
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1942
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: L'ÉquateurDer ÄquatorÜbersetzung: The Equator
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Georges C. Van Extergem,
ohne DatumErwerbungsart ungeklärt: Margaret Krebs,
spätestens 1971-spätestens 1976Erwerbungsart ungeklärt: Privatsammlung,
spätestens 1976-vermutlich 1982Erwerbungsart ungeklärt: Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch,
vermutlich 1982-2010 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 59,5 x 73 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2457900
Objektbeschreibung
Ganz im Sinne der Surrealisten legte Magritte auf die Idee des Künstlers als einzigartigem Schöpfer individueller Meisterwerke ebenso wenig Wert wie auf einen persönlichen Stil. So nimmt es nicht wunder, dass er im Laufe seines Lebens verschiedene Themen und Motive mehrfach produzierte. 1942/1943 war es das Motiv der Pflanzen-Vögel, das er variierte. Erstmals taucht es in dem frei nach Robert Louis Stevenson benannten Gemälde „Die Schatzinsel“ auf („L’Île au trésor“, 1942; Musées rouyaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel; eine weitere Version von 1942/1943, WVZ Sylvester 1993, 2, 516): Wie Erbsenschoten wachsen Blätter und Vögel aus der Erde, als handele sich um eine einzige Pflanze. Wenig später finden sie sich in „Der Äquator“, diesmal in leicht reduzierter Form und in einem anderen Setting: Statt einer Insel ist eine Mischung aus Terrasse und Bühnenraum zu sehen, den Magritte schon früh in seiner Malerei eingeführt hatte (vgl. „Die Komplizen des Zauberers“, Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch). Der Künstler hat die Paradoxie der Darstellung verstärkt, indem die Pflanzen-Vögel nicht mehr in lebendigem Grün, sondern zementgrau erscheinen. Ob diese Szene am Äquator, der Grenze zwischen Nord- und Süd-Hemisphäre, angesiedelt ist, lässt sich nicht erkennen. Deutlich ist allerdings der rote Bühnenvorhang, der den Hintergrund in zwei Bereiche teilt: Rechts erscheint die Kunst in Form eines Gemäldes mit den Umrissen einer antiken Vase, während links mit Himmel und Meer der Blick auf die endlose Natur freigegeben wird. Eine weitere Version dieses Bildes befindet sich in Privatbesitz („Le Trait d’union“, 1942, WVZ 2, 514). | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 08.06.2026
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nng@smb.spk-berlin.de