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Les Montagnes

Ident. Nr.: B UHP 24/13

ObjID: obj:2458045

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Alexander Calder (1898 - 1976),
Künstler*in
Datierung
1974
Weitere Titel
Sammlungstitel: Les Montagnes
Übersetzung: The Mountains
Die Berge
Provenienz
Fondation Emile Veranneman, Kruishoutern,
399949
Christi's London,
12.12.1997
Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, Berlin,
17.12.2010
Material / Technik
Gouache auf Papier
Abmessungen
Höhe x Breite: 74,4 x 109,8 cm
Erwerbung
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Objektbeschreibung

Schon während seiner künstlerischen Anfänge in den 1920er-Jahren hatte Calder Arbeiten auf Papier geschaffen. So illustrierte er parallel zu seinem Kunststudium an der Art Students League in New York Sportevents und Zirkusveranstaltungen für die „National Police Gazette“ und schuf Hunderte von Tuschzeichnungen von Tieren, die er in seinem Buch „Animal Sketching“ (1926) veröffentlichte. Ab den 1950er-Jahren wurde die Gouache eine wichtige Technik für den Künstler. Die schnell trocknende Wasserfarbe erlaubte ihm ein zügiges, spontanes Arbeiten. Die großformatige Gouache „Les Montagnes“ zeigt im Hintergrund eine rotglühende Sonne am gelben Himmel, vor dem sich eine Landschaft mit den titelgebenden Bergen erstreckt. Diese sind, wie der Himmel und die Sonne, ebenfalls stilisiert und in kräftigen Primär- und Sekundärfarben gehalten. Viele der späten Papierarbeiten changieren zwischen abstrakt und figurativ: Biomorphe oder auch geometrische Formen, die an Calders Plastiken erinnern, verbinden sich mit vereinfachten, naiv anmutenden Motiven wie der Sonne und anderen Himmelskörpern, Fischen oder Gesichtern. Es ist eine verspielte Szenerie, die die Imagination anregt und zum Träumen auffordert. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz