Die Geburt der Venus
Ident. Nr.: B UHP 144/13
ObjID: obj:2458218
Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1926
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Die Geburt der VenusOriginaltitel: La naissance de VénusÜbersetzung: The Birth of VenusNature morte au Bord de la Mer
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Louis Aragon,
ab vermutlich um 1926Erwerbungsart ungeklärt: Boris Anrep, Paris/London,
spätestens 1953-vermutlich 1969Auktion: Christie's,
28.6.1994Kauf: Mark Kelman,
1994-vermutlich 2005Auktion: Christie’s,
14.9.2005Kauf: Galerie 1900-2000,
2005-2006Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
2006-2010 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 24 x 19 cm
- Erwerbung
- 2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2458218
Objektbeschreibung
Der Neffe Jules Vernes lernte Neugriechisch und Japanisch, bevor er von 1900 bis 1908 in Paris an der École des Arts Décoratifs und an der Académie Julian Malerei studierte. Roy kam in Kontakt mit den Fauves, lernte Guillaume Apollinaire und Giorgio de Chirico kennen, der ihn in den Kreis der Surrealisten um André Breton einführte. Um 1919 entstanden erste Werke mit geheimnisvollen Zusammenstellungen von Objekten, die oftmals auf Kindheitserinnerungen zurückgingen. Mit dem vorliegenden Gemälde bezog sich der Künstler auf das gleichnamige Schlüsselbild der Renaissance von Sandro Botticelli (um 1485/1486; Uffizien, Florenz). Atmosphärisch erinnert Roys „Geburt der Venus“ allerdings eher an Marcel Prousts „Im Schatten junger Mädchenblüte“ (Band II des 1913 bis 1927 in Paris erschienenen Romans „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“). Anstatt der antiken jungen Göttin, Inbegriff einer frühlingshaften kulturellen Wiedergeburt, ist nur noch eine Locke mit zartblauem Band zu sehen – ähnlich denen, die man früher als Erinnerung an verflossene Liebschaften aufbewahrte. Vor dem unheilvoll verdunkelten Himmel – 1927 kündigte sich bereits die Weltwirtschaftskrise an – entbehrt dieses nostalgische Souvenir nicht einer gewissen Ironie, wie auch die beiden Wachteleier, die nunmehr in der Jakobsmuschel liegen. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
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