Ohne Titel
Ident. Nr.: B UHP 15/13
ObjID: obj:2458227
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1934
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Ohne TitelOriginaltitel: Sans titreÜbersetzung: Untitled
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Claude de Muzac,
vermutlich ab frühestens Anfang der 1960er JahreKauf (?): Galleria de’ Foscherari,
bis 1972Kauf: Galerie Beyeler,
1972-1974Kauf: italienische Privatsammlung (möglicherweise Paolo Sprovieri) ,
ab 1974Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
vermutlich spätestens 1989-2010 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 46 x 38 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2458227
Objektbeschreibung
1934 erhielt Brauner eine erste Einzelausstellung in der Galerie Pierre in Paris, seit 1932 war er Mitglied der Surrealisten. Deren Wortführer, André Breton, schrieb die Einleitung für den Katalog. Im selben Jahr schuf Brauner „Für André Breton“ ein „Aquarell in Grün / der Farbe die er liebt“ (Sammlung Gale und Ira Drukier), auf dem der große Kopf einer Frau erscheint. Ihr Gesicht bildet ein grünes poröses Gewebe, das sich lappenartig aufklappt, einen Stuhl umfängt und bis zu einem Baumstamm reicht. Aus einem ähnlich löchrigen, diesmal weißlich hellen Nervenkostüm besteht auch die weibliche Figur des vorliegenden Gemäldes. Diesmal wächst der Rest eines Stuhles gleichsam aus ihr heraus, während der Baumstamm einsam und schnurgerade auf der linken Seite des Bildes liegt. Dafür ist die Gestalt mit anderen Erscheinungen ihrer Umgebung stofflich verbunden: Aus dem einen Bein lodert rotes Feuer auf, steigt in den schwarzen Himmel, der wiederum unwetterartig auf die Figur niederzugehen scheint. Der an die Gemälde seines Freundes Yves Tanguy erinnernde unendliche Raum, dem lediglich einige geometrische Elemente – zwei Stämme, zwei Wände, ein Podest – Tiefe verleihen, ist der abstrakte Ort, an dem diese geradezu mystische Union verschiedener Aggregatzustände vonstattengeht. Leib und Luft, Feuer und Regen, Denken und Fühlen sind Teile ein und desselben Bindegewebes, Matrix einer arkanen Welt, für die sich Brauner schon als Kind in Rumänien brennend interessiert hatte. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 13.01.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de