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Monju Bosatsu (Bodhisattva Manjusri)

Ident. Nr.: 216

ObjID: obj:2465598

Credit: Schenkung Wilhelm von Bode, Restauriert mit Unterstützung des / Restored with generous support of the National Research Institute for Cultural Properties Tokyo und / and The Japan Foundation

Details (Expert)

Datierung
Kamakura-Zeit
14. Jahrhundert
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 98 x 43,5 cm
Höhe x Breite: 182,5 x 65,5 cm (Montierung)

Objektbeschreibung

Der jugendlich aussehende, prächtigen Arm- und Halsschmuck sowie lose Schals auf unbekleidetem Oberkörper tragende Bodhisattva der metaphysischen Weisheit erscheint hier auf einer Lotosblüte sitzend, mit ins Dreiviertelprofil gewendetem Kopf. Er wird von seinem Begleittier, einem reich geschmückten Löwen getragen, der auf vier Lotosblüten steht. Der Körper des Bodhisattvas ist mit opaker Goldfarbe gemalt, die Gewandmuster, die unter anderem das Rad der Lehre zeigen, sowie die Binnenzeichnungen der Lotosblüten sind in geschnitten aufgelegtem Blattgold ausgeführt. In seiner linken Hand hält der Bodhisattva eine langstielige, zeptergleiche Lotosblüte, in der rechten ein Schwert mit Griff in Form eines magischen Keils. Sein Haupthaar ist zu fünf Knoten zusammengebunden, in denen die fünf Weisheit-Buddhas des durch komplexe, geheime Rituale geprägten, esoterischen Buddhismus zu sehen sind. Diese Hängerolle diente sicherlich einem Tempel dieser Form des Buddhismus als Kultbild.

Letzte Aktualisierung: 31.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Niedriger Tisch (oder Fußbank)

Niedriger Tisch (oder Fußbank)

Der niedrige Tisch mit floralem Dekor zählt zu den Meisterwerken chinesischer Schnitzlackarbeiten der frühen Ming-Zeit und stammt ohne Zweifel aus den kaiserlichen Werkstätten, wie zwei eng verwandte Stücke in der Sammlung des Pekinger Palastmuseums bezeugen. An der Wende zur Ming-Dynastie waren die beiden für ihre roten Schnitzlacke berühmtesten Lackmeister tätig, Zhang Cheng und Yang Mao. Sie legten die Grundlagen für eine grandiose Blüte dieser Kunst, die in der Ära Yongle (1403–1424) und Xuande (1426–1435) ihren Höhepunkt erreichte. Die Schnitzlackarbeit dieses niedrigen Tisches besticht durch den weich modellierten Schnitt der dicken Lackschicht und die kompositorische Eleganz des Dekors. Die Oberseite zeigt halb oder vollständig geöffnete Päonienblüten und Knospen unterschiedlicher Größe. Die Beine und Querverstrebungen sind außer mit Päonien auch mit Pflaumenblüten, Lotos und Chrysanthemen geschmückt. Fritz Löw-Beer (1906–1976), aus dessen Sammlung das Werk stammt, begann bereits in den 1920er Jahren, chinesische Lackarbeiten zu sammeln und konnte im Verlauf weniger Jahre eine umfangreiche Sammlung aufbauen. Er konnte sie nach einer Ausstellung in Amsterdam im Jahre 1938 bei seiner Emigration nach den Vereinigten Staaten mitführen und so in Sicherheit bringen. Während und nach dem Kriege vermehrte und verbesserte Löw-Beer die Sammlung. Der Großteil der Sammlung befindet sich heute im Stuttgarter Linden-Museum, das diese Bestände (186 Lackarbeiten) 1978 erwarb. Einzelne bedeutende Lackkunstwerke gingen zuvor bereits an das Museum of Fine Arts in Boston, das Victoria and Albert Museum und das British Museum in London. Im Jahr 1972 gelang der Erwerb des berühmten kaiserlichen Thronensembles und 1978 aus dem Nachlass der Erwerb des niedrigen Tisches für die Berliner Sammlung.