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Keramikfigur (santon) mit Gelbweste

Ident. Nr.: N (31 I) 85/2019

ObjID: obj:2465668

Details (Expert)

Datierung
2019
Material / Technik
Ton, gebrannt und bemalt
Abmessungen
Höhe x Breite: 8,5 x 7 cm

Objektbeschreibung

Kleine Figur, die Arme hochhaltend mit einem weißen Schild über dem Kopf.
In ihrer Ikonografie erinnert die Figur an die typischen Krippenfiguren der Provence (santons), die das vermeintliche "Volksleben" der Provence im 19. Jh. darstellen sollen. Diese Figur trägt eine aufgemalte braune Hose, eine schwarze Jacke, eine rote Schärpe und eine gelbe Warnweste sowie eine phrygische Mütze als Hinweis auf die französischen Revolution. Sie ist ein Symbol der sogenannten "Gelbwestenbewegung", deren Anhänger 2018/2019 besonders in den Großstädten gegen die Pläne der französischen Regierung unter Präsident Macron demonstrierten, die Energiewende in Frankreich durch eine höhere Besteuerung fossiler Brennstoffe zu finanzieren. Diese Proteste vermischten sich zunehmend (2020) mit Demonstrationen gegen die geplante Rentenreform der Regierung.
Die Figur wurde von der Firma Magali aus Aubagne (Provence) produziert (www.santonsmagali.fr), Hersteller traditioneller Krippenfiguren aus Keramik.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."