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Der genarrte Schwächling

Ident. Nr.: HF 237

ObjID: obj:2467598

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Johann Joachim Kaendler (1706 - 1775),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Hersteller*in
Datierung
um 1745
Abmessungen
Höhe: 19 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: "Gruppe: Das verspottete Alter, ein gichtbrüchiger alter Mann, der in der l. Hand einen Krückstock hält, sitzt neben einer jungen Frau, im Begriff, ihr einen Kuß zu geben, frecher Harlekin präsentiert ihm eine Schüssel Rettichscheiben, ein zweiter Harlekin im Hintergrund setzt ihm Hahnenrei auf die sackförmige rotgestreifte weiße Mütze. Die Frau hält im r. Arm ein schwarz-weiß geflecktes Hündchen. Der Alte im Hemd, schwarzen Hosen, weißen Strümpfen, gelben Pantoffeln und schwarz-golden geblümten lichtpurpurnem Schlafrock. Die Frau in Morgenhäubchen, golden punktiertem roten Mieder mit schwarzem Stecker, bunt geblümtem weißen Rock und grünen Schuhen. Der Harlekin vorn in golden geränderter weißer Halskrause, kobaltblauem Wams mit Spielkartenmuster, beigefarbenen Hosen und roten Schuhen. Der Harlekin hinten in grasgrünem Hut, schwarz-rot-gelb-blau-grün gerautetem Wams, schwarzen Hosen u. gelben Schuhen. die Hahnenfedern abgebrochen.
Meissen, um 1745 ohne Marke Modell von Kändler"

Die Figurengruppe wurde während des II. Weltkrieges zerstört und konnte nur fragmentiert geborgen werden.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .