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"In Treue fest"

Ident. Nr.: N (10 AC) 121/2019,1-13

ObjID: obj:2546596

Details (Expert)

Datierung
1915
Material / Technik
Porzellan, Abziehbild, Goldfarbe
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 1) 21,5 x 22 x 13 cm
Höhe x Breite x Tiefe: 2) 11 x 13 x 8,5 cm mit Deckel
Höhe x Breite x Tiefe: 3) 9 x 14 x 11 cm
Höhe x Breite x Tiefe: 4 - 9) 6,5 x 8,8 x 6,5 cm
Höhe x Durchmesser: 10 - 12) 1,2 x 14,5 cm

Objektbeschreibung

Geschirrservice, bestehend aus zwölf Teilen: einer Kaffeekanne (Deckel fehlt), einer Zuckerdose samt Deckel, einem Milchkännchen, sechs Tassen und drei Untertellern. Das Geschirr ist aus weißem Porzellan (ohne Porzellanmarke) hergestellt und mit Goldrand und Abziehbilddekor versehen. Das Dekor zeigt ein Eisernes Kreuz, umrahmt von einem Lorbeerkranz. Rechts davon befindet sich die schwarze-gelbe Flagge des Hauses Habsburg, links die schwarz-weiß-rote Flagge des Deutschen Reichs. Darüber steht zu lesen "In Treue fest", unter dem Lorbeerkranz "1914-15" und "Weltkrieg". Auf der Rückseite von Kanne, Milchkännchen und Zuckerdose ist Eichenlaub abgebildet, das von einem schwarz-weiß-roten Band zusammengehalten wird.

Das Service bekamen die väterlichen Großeltern der Vorbesitzerin zur Hochzeit geschenkt, die 1915 in Kirchensittenbach/Mittelfranken stattfand. Dort war es die nächsten Jahrzehnte als Sonntagsgeschirr in Benutzung. 1969 erbat sich die Vorbesitzerin das Service als "kurioses" Geschenk zum Abitur und verwendete es hin und wieder, um Gäste zu bewirten. Seit ca. 1978 ist es nicht mehr in Benutzung, sondern wurde bis zum Eingang ins MEK in einer Glasvitrine im Wohnzimmer der Vorbesitzerin aufbewahrt.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."