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Ident. Nr.: IV B 12518 a-c

ObjID: obj:255346

Details (Expert)

Systematik/Art
Geografische Bezüge
Mexiko,
Land
Huichol,
Ethnie
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Karteikarte (Musiketh.): Aerophon
Beschreibung:
In eine axial durchbohrte Fruchtschale (Kalebasse?) sind drei flossartig zusammengebundene Rohrabschnitte gesteckt. Das mittlere Rohr weist fünf Grifflöcher auf, ein seitliches besitzt zwei seitenständige Grifflöcher, von denen das untere mit schwarzer Masse verschlossenen ist. Das andere seitliche Rohr ist am Oberende durch einen Wachstumsknoten verschlossen. Die Rohre ragen etwa 2cm in die Fruchtschale herein. Die Verbindung ist mit einer schwarzen Masse abgedichtet. Aus der gleichen Masse bestehen auch Ornamente auf der Fruchtchale, in die farbige Glasperlen eingebettet sind, und eine Verkittung zwischen den Rohren.
Die Funktion des Instruments ist unklar. Vermutlich handelt es sich nicht um eine Doppelklarinette. Das 3. Rohr ist eine Atrappe!
Länge: 22,5 cm

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.