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Balusterförmige Deckelvase mit Pfau, weiteren Vögeln und Insekten

Ident. Nr.: 1914,37 a,b

ObjID: obj:2570464

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Fayencemanufaktur Cornelius Funcke, Berlin (1699 - 1747/67),
Hersteller*in
Datierung
um 1720
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 45 cm (mit Deckel)

Objektbeschreibung

Die Deckelvase ist der späteren Produktionsphase der Berliner Fayencemanufaktur von Cornelius Funcke zuzuordnen. Eine detaillierte Beschreibung und Charakterisierung des ausgereiften Funcke-Stils findet sich in dem Berliner Ausstellungskatalog von 2001:
"Achtkantig gedrungene Balusterform auf leicht ausgestelltem profilierten Fuß und glockenförmig ausgeschwungenem Deckel mit Zwiebelknauf. Auf der Wandung umlaufend eine ostasiatische Fels-Sumpflandschaft mit Blütenbüschen, Blütenbuketts, Vögeln und Insekten. Auf der Schauseite ein Pfau mit langem, geschupptem Schwanz und ein Fasan auf muschelförmig verwandeltem Lochfelsen. Auf Schulter und Deckel breitlappiges, umrandetes Behangwerk, auf der Sockelzone ebenfalls symmetrisches ornamentales Behangwerk aus dichten Spiralröllchen und auf dem Fuß eine Borte aus Dreipaßspirale und geripptem breiten Blatt. [...] Manche Details erscheinen wie in Stoff gewirkt, der Fels ist ein Agraffenornament geworden, die Punktaugen der Pfauenfedern zu metallenen Schuppen geronnen. Das wilde blühende Gesträuch ist zu Buketts geschnürt oder zu langen Feststräußen gesteckt, und auch das Lambrequin-Behangwerk, mit dichten, gerollten Spiralen gefüllt, wird fest umrissen und liegt wie eine Decke auf der Schulter auf. Die Malerei ist perfekt geworden. Funcke war inzwischen Unternehmer, der seinen Werkstattstil vermarkten wollte. Manche nachfolgende Manufakturen, wie Zerbst, Bayreuth oder Thüringen, haben sich gerade diese Stilstufe zum Vorbild genommen." (Christiane Keisch)

Keine Marke.

Lit.: Kat. Berlin 2001: "Herrliche Künste und Manufacturen", Kat. Nr. 82

ClKa

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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