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Der Triumph der Fama (nach Petrarca)

Ident. Nr.: 1887,979

ObjID: obj:2570822

Details (Expert)

Datierung
um 1525
Material / Technik
Wolle, gewirkt; Goldlahn
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 360 x 420 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: Wandteppich, Gobelinwirkerei in farbiger Wolle mit Goldfäden gehöht. Figurenreiche Darstellung, bezeichnet: "Triumphus Famae"; auf einem von drei Elefanten gezogenen Wagen sitzt die geflügelte Gestalt der Fama, in zwei Posaunen blasend, nach rechts gewendet. Den Wagen umgeben männliche und weibliche Begleiter zu Fuß und Roß in reicher Tracht, einige aus Gräbern hervorsteigend. Viele derselben durch Inschriften gekennzeichnet: Sara, Debbora, Pompejus le grant, Judas Macabaeus, Charlegran, Olivier, Artus, Nero, Roipriant, David, Jason und andere. Randborte aus Blütenzweigen mit Bändern auf schwarzem Grund.
Das Werk wurde 1935 in die Reichskanzlei (Palais Schulenburg) entliehen, seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist der Bildteppich verschollen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

Pokal mit Genien und Schraubfuß

Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR