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Kanne mit christlichem Figurenprogramm

Ident. Nr.: 1909,214

ObjID: obj:2570975

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Hans Grofe (1479 - 1510),
Zinngießer*in
Datierung
um 1500
Material / Technik
Zinn, gegossen, graviert, Messing
Abmessungen
Höhe: 51,5 cm

Objektbeschreibung

Grosse Kanne mit facettiertem Mantel und reicher Gravierung, zum Teil nach Vorlagen von Martin Schongauer. Auf den neun Hauptfeldern unter gotischen Architekturen Maria mit Kind und die Heiligen Barbara, Dorothea, Andreas, Katharina, Margaretha, Ursula, Laurentius und Maria Magdalena. In den oberen Feldern die Köpfe der Propheten mit aufgerollten Bändern im Hintergrund, in den unteren die Halbfiguren Christi und der Apostel. Auf der Stirnseite ein frei aufgesetzter Schild mit graviertem Wappen und Jahreszahl 1570 (spätere Zutat). Henkel in Form von drei gerippten Tauen; unterhalb des Henkelansatzes Dreipassbildung und zwei Drachenköpfe. Als Füsse drei geschweifte Streben. Vorn ein Ausflussrohr aus Messing. (Hintze IV, Nr. 138)
Das Werk ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschollen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR