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Tüllenkanne mit figürlichen Chinoiserien

Ident. Nr.: 1920,89

ObjID: obj:2573355

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Fayencemanufaktur Cornelius Funcke, Berlin (1699 - 1747/67),
Hersteller*in
zugeschrieben: Fayencemanufaktur Gerhard Wolbeer, Berlin (1697 - 1764),
Hersteller*in
Datierung
um 1710
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Berlin
Abmessungen
Höhe: 41 cm

Objektbeschreibung

Bauchige Kanne mit gerader Tülle und Volutenansatz zum kurzen, zylindrischen Hals; C-förmiger Henkel. Zinnmontierung an Fuß, Ausguss und als Deckel. Die Blaumalerei zeigt an Bauch und Hals Chinesengruppen, teils Tee trinkend, in einer exotischen Landschaft aus Bäumen, Büschen und Architekturelementen. Am oberen Rand Insekten, am unteren Rand Wasservögel in Schilf. Ornamentbordüren aus Netz- und Spiralmuster sowie Reserven mit stilsierten Blütenmotiven.
Die figürlichen Chinesenszenen sind kennzeichnend für die Berliner Fayencemanufakturen der Zeit um 1700/1710, insbesondere der Wolbeer'schen, aber auch der Funcke'schen Werkstatt. Die Reserven sind eher ein Kennzeichen Funckes. Eine eindeutige Zuschreibung an eine der beiden Manufakturen ist aber oftmals nicht möglich.

Keine Marke.

Lit.: Kat. Berlin 1976 (KGM): Fayencen, Kat. Nr. 58; vgl. Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen", Kat. Nr. 25 (Vergleichsobjekt Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museum, Wolbeer zugeschrieben).

ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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