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Kaba Zūrnā

Ident. Nr.: VII c 974

ObjID: obj:2575492

Details (Expert)

Systematik/Art
Geografische Bezüge
Asien,
Kontinent
Türkei,
Land
Erwerbungsort: Deutschland,
Land
Material / Technik
Holz, Metall, Pflanzenfaser, Textil, Muschel
Abmessungen
Objektmaß: 51,5 x 7,5 x 7,5 cm
Erwerbung
Schenkung, 2019

Objektbeschreibung

Die türkische Kaba Zūrnā, die große Zūrnā, ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt. Der Korpus dieses Instruments ist aus Pappelholz gefertigt und weist sieben frontale Tonlöcher und ein Daumenloch auf. Im charakteristischen Gabeleinsatz, türkisch: nâzik, steckt ein Rohrträger mit dem Mundstück. Als Lippenscheibe dient eine Muschelscheibe. Die im unteren Drittel des Korpus zu sehenden drei mal drei Schalllöcher, im Türkischen auch şeytan (deutsch: Teufel) genannt, sind zur Zierde mit Schusterösen umrahmt. 
Dieses Instrument wurde von einem in Izmir lebenden Roma gebaut und gelangte in den 1970er Jahren in eine private Oboen-Sammlung.
Die Kaba Zūrnā zählt zu den größten Vertreterinnen der Zūrnā-Familie und hatte im ehemaligen Osmanischen Reich sowohl in der Folklore als auch im religiösen Kontext eine große Bedeutung.

Letzte Aktualisierung: 04.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.