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Wecker mit Feuerzeug und Licht

Ident. Nr.: 1899,298

ObjID: obj:2575729

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Pierre Fromery,
Metallwerkstatt
Datierung
um 1700
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 9,8 x 15,5 x 8,2 cm

Objektbeschreibung

"Niedriger, rechteckiger Kasten auf vier Füßen. Der Deckel ist mit eingraviertem, schwarz gefärbtem symmetrischen Barock-Ornament geschmückt. Zierstreifen umziehen die Ränder der Deckplatte. Der Kasten ist in drei Fächer aufgeteilt. Im linken Fach ein Räderwerk mit Federtrieb. Das Uhrzifferblatt, das ihm einst auflag, fehlt. Rechts hinten ein kleiner Behälter mit Schiebedeckel (wohl für Ersatz-Feuersteine und Zunder). Rechts davor ein umlegbarer Kerzenhalter, den eine verborgene Feder in senkrechte Stellung empordrückt. Ganz vorne ein Steinschloß mit Hahn, Schlagpplatte und Pulverpfanne. Unter dem Boden in einem Halter eine Pinzette zum Fassen des Feuersteins. Auf der Untersite des Deckels die Bezeichnung: "FROMERY A BERLIN".
Für den Gebrauch stellte man das Uhrwerk auf die gewünschte Stunde ein und spannte den Hahn, der mit einem an der linken Seite des Kastens angebrachten Drückers in dieser Stellung festgehalten werden kann.Zur gegebenen Zeit läutet das Räderwerk die Glocke und löst den Hahn aus, der mit seinem Feuerstein aufschlägt und mit einem Funken das Pulver auf der Pfanne und ein Stück Zunder in Brand setzt. Der aufflammende Zunder entzündet durch eine Öffnung die noch liegende Kerze. Zugleich läßt ein Mechanismus den Deckel des Kastens aufspringen. Damit wird auch der bisher von einem federnden Hebel niedergehaltene Leuchter freigegeben, der nunmehr emporschnellt. Der Lärm der Pulverexplosion und das plötzlich aufscheinende Licht dienen gleichfalls als Weckvorrichtung.
Der Eisenschmied Pierre Fromery aus Sedan war nach der Aufhebung des Toleranz-Edikts von Nantes aus Frankreich fortgezogen. 1685 kam er nach Berlin und eröffnete hier ein Geschäft, das infolge der Kunstfertigkeit und Tüchtigkeit des Meisters bald aufblühte." aus T. Hausmann, Alte Uhren, 1979, Kat. Nr. 72
MAKR

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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