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Ident. Nr.: VII f 6

ObjID: obj:257968

Details (Expert)

Beteiligte
Thomas Maler (1972),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Kenia,
Land
Luo,
Ethnie
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 43,5 x 70 x 21,4 cm
Erwerbung
Ankauf 1972

Objektbeschreibung

Als Instrumentenkorpus ein länglicher, zur Rückseite hin sich etwas verbreiternder Kasten mit einem gerundeten Übergang zwischen Boden und Stirnseite. Eine mit Holzstiften einreihig angepflockte Membran, die die gesamte Kastenrück- und Stirnseite bedeckt, an den Längsseiten jedoch nur knapp umgeschlagen ist. Als Halsbogen ein relativ kurzer, annähernd vierkantiger Holzstab. Schäftungsform. Die Eintrittsöffnung ist um den Saitenträger herum mit Holzstückchen verstopft. Dort eine zusätzliche Nagelung des Halses. Vier linksständige Flankenwirbel aus Holz mit flachen, kreisförmigen Wirbelköpfen. Die oberen Enden der Saiten aus gedrehtem tierischem Gewebe sind durch Perforationen in der Wirbelspitze geführt. Keine Saitenhalterleiste. Auf dem Hals und der Korpusunterseite eine kreuzförmige Brandmusterung. Auf den Korpuslängsseiten eine eingebrannte Jagdszene und ein Tiermotiv. Für den Export produziert.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.