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Ident. Nr.: VII f 62

ObjID: obj:258074

Details (Expert)

Beteiligte
Peter Scholz (1974),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Amharen,
Ethnie
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 106,2 x 60 x 40 cm (gesamt, Höhe ca.)
Länge x Breite x Höhe: 34,6 x 34,4 x 32 cm (Korpus)
Länge x Breite x Höhe: 4,2 x 15,1 x 6,4 cm (Korpus) (Steg)
Erwerbung
Ankauf 1974

Objektbeschreibung

Als Instrumentenkorpus ein aus Holzplatten zusammengesetzter, tiefer Kasten, der von der über die Öffnung gezogenen und in mehreren Nähten zusammengebundenen Membran ganz eingefaßt wird. Zwei zur Querstange hin divergierende, vierkantige Längsarme. Der Brettrand an den Durchtrittsstellen der Arme halbrund ausgespart. Zehn vorderständige Wirbel in einer im Zentrum der Querstange verbreiterten Wirbelhalterplatte. Zehn Saiten. Als unterer Saitenhalter ein zylindrischer, nicht auf der Decke aufliegender Holzstab, dessen Enden mit zwei breiten, die Membran und den Korpusboden durchlaufenden Hautriemen an der Außenseite befestigt sind. Ein hoher, kantiger Steg. Dort zwischen den Saitenführungen von unten durchgesteckte Hautriemenstückchen. Rotfärbung des gesamten Instruments. Die drei Arme sind mit langen Musterbändern beschnitzt. Zwei an den Enden der Querstange angeschnitzte, henkelartige Erweiterungen.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.