kondi
Ident. Nr.: VII f 65
ObjID: obj:258077
Details (Expert)
- Beteiligte
- Geografische Bezüge
- Abmessungen
- Objektmaß: 37 x 16 x 16 cmGewicht: 0,5 kg
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/258077
Objektbeschreibung
Ausgangspunkt der Konstruktion der vorliegenden "kondi" war ein Klangbrett (etwa 0,7 cm dick), das aus jeder Tischlereiwerkstatt stammen kann. [...]
Darauf wurden die acht, aus Regenschirmrippen geschnittenen Eisenlamellen in V-förmiger Anordnung auf dem Brett nach folgendem Prinzip montiert: zwei dicke Eisendrähte dienen als Vorder- und Hintersteg.
Die Befestigung dieser Lamellen mittels eines ebenso geraden eisernen Druckbalkens aus einem ganz dicken Draht, etwa 0,5 mm im Durchmesser nach dem Prinzip des Annähens mittels dünnem Draht an eine Lochreihe im Brett. Dazu wurden insgesamt 11 Löcher gebohrt.
[...] Dies ist das einfachste aller Schemen der Lamellenbefestigung.
Als nächstes brachte man wohl den Resonator an, der einfach aus einem Blechkanister besteht, mit zwei seitlich eingestochenen Resonanzlöchern, unten etwas eingedrückt. Dieser wurde einfach an die Ränder des Klangbrettes angenagelt. Ein weiteres kleines Resonanzloch ist am Kopfende (der vom Musiker abgewandten Seite) eingebohrt. Schließlich wird auf dem hölzernen, geschnitzten Fortsatz die aus einem Blechstück bestehende, an den Rändern mit Ringen versehene Rasselvorrichtung angebracht. Man nagelt sie an den Fortsatz (oder Griff oder Kopf, welche Symbolik er ursprünglich auch immer gehabt haben mag). Der Fortsatz wird damit funktional im Sinne der Musik. Die Rasselvorrichtung findet sich auch bei Trommeln aus diesem Raum Westafrikas und ist sehr verbreitet [...].
aus: Gerhard Kubik: Kalimba, Nsansi, Mbira - Lamellophone in Afrika. Berlin 1998, S. 248-250.
Letzte Aktualisierung: 03.04.2026
Kontakt
Einrichtung:
Ethnologisches Museum
E-Mail:
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