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Bhamarā

Ident. Nr.: VII c 1022

ObjID: obj:2583400

Details (Expert)

Beteiligte
Gert-Matthias Wegner (1998),
Vorbesitzer*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Asien,
Kontinent
Nepal,
Land
Bhaktapur,
Stadt
Material / Technik
Holz, Messing, Textil, Faden, Palmblatt
Abmessungen
Objektmaß: 34,5 x 9,5 x 9,5 cm
Länge: 295 mm (Korpuslänge)
Erwerbung
Schenkung, 2019

Objektbeschreibung

Auch wenn die charakteristische Krümmung des Korpus fehlt, handelt es sich bei diesem Doppelrohrblattinstrument um eine nepalesische Bhamarā. Sie weist sieben frontale Tonlöcher und kein Daumenloch auf. Der Trichter sowie die Ummantelung an der Korpusspitze sind aus Messing. Am Korpus sind Gebrauchsspuren erkennbar: Die metallenen Zierringe zwischen den Tonlöchern, von denen zwei fehlen, wurden zur Ausbesserung aus Fäden oder gedrehten Lappenstreifen gefertigt. Die Lippenscheibe fehlt, auf dem Rohrträger steckt ein kleines Mundstück aus Palmblattsegmenten, ein weiteres ist angehängt.

Letzte Aktualisierung: 04.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.