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Ident. Nr.: I D 37407

ObjID: obj:2584160

Details (Expert)

Datierung
Anfang 20. Jh.
Geografische Bezüge
China,
Land
Material / Technik
Metall; Paketschnur
Abmessungen
Länge: gesamt 76 cm lt. HK
Länge: 38 cm (wie abgebildet)
Durchmesser: 2,7 cm

Objektbeschreibung

Reisegeldschnur – 546 chinesische Lochmünzen aus verschiedenen Zeitperioden auf eine Schnur (früher eine gezwirnte Hanfschnur) gezogen und zu einem Ring geschlossen.

Üblicherweise zog man in China Lochmünzen, sogenannte Käschmünzen (chin. 文) auf Schnüre. Käschmünzen sind alte Kursmünzen aus Messing, Bronze, Kupfer oder sehr selten Eisen bzw. auch Zinn oder Blei mit einem meist quadratischen und selten runden Loch in der Mitte. Eine Schnur mit fünfhundert Münzen wurde Tiao genannt; drei Tiaos wiederum ergaben ungefähr einen Tael-Silberbarren, die größte, selbst aber durch keine Münze verkörperte chinesische Währungseinheit.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.