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Erzählung vom Untergang der Taira-Sippe (Heike monogatari): Kajiwara nido no kake

Ident. Nr.: 1969-10.43

ObjID: obj:2586944

Details (Expert)

Beteiligte
Tosa-Schule (15. bis 19. Jahrhundert),
Werkstatt
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Erzählung vom Untergang der Taira-Sippe (Heike monogatari): Kajiwara nido no kake
Heike monogatari
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Höhe x Breite: je Fächerblatt 8,8 x 24,8 cm
Blattmaß: 37,0 x 28,0 cm

Objektbeschreibung

Die literarische Vorlage für die bildlichen Darstellungen gehört zum berühmtesten Heldenepos Japans und schildert die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Sippen der Taira und der Minamoto um die politische Vorherrschaft im Japan des 12. Jahrhunderts. Mit haarfeinen Pinselstrichen und einem Höchstmaß an sorgfältiger Ausarbeitung der Details wie Gewandmuster oder Mimik und Gestik sowie unter Anwendung von kostbaren Pigmenten und Goldfarbe illustrierte der unbekannte Künstler auf lebhafte Weise die einzelnen Episoden. Seine Komposition passte er dabei stets geschickt dem Fächerformat an. Dekorative Wolkenbänder in opaker Goldfarbe dienen als räumliche Rahmen der jeweiligen Szenen.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Das rechte Bein untergeschlagen und das linke locker auf einen Lotossockel stützend, sitzt der in jugendlicher Mönchsgestalt auftretende Jizō Bosatsu in lässiger Halblotossitzhaltung und erhabener Frontalansicht auf einem Lotosthron mit doppelt gestuftem Sockel. Die Attribute, das Mönchsgewand, das wunschgewährende Juwel und der für Wandermönche typische Rasselstab, weisen auf die jüngere Ikonographie des Jizō Bosatsu hin, die seit Beginn der Kamakura-Zeit (1185–1333) in Japan beliebt war. Mit dem Aufkommen des Buddhismus des Reinen Landes in Japan im 12. Jahrhundert stieg auch die Popularität des Jizō Bosatsu als eine der wichtigsten buddhistischen Gottheiten. Er galt als der einzige Bosatsu, der nach dem Eingang des historischen Shaka Butsu ins Nirvana und bis zur Erscheinung des zukünftigen Miroku Butsu in der physischen Welt geblieben ist, um den Seelen bei ihrem Durchgang der sechs Existenebenen als Helfer beizustehen. Besonders im japanischen Volksglauben genießt Jizō Bosatsu bis heute große Beliebtheit als Schutzgottheit der KInder, der Schwachen und Hilflosen sowie der Reisenden. Der Blütendekor des doppelgestuften Sockels sowie die Behandlung der Gewandmuster mit feiner Goldmalerei auf grünem und rotem Pigmentgrund haben ihre Vorbilder in der chinesischen Song-zeitlichen buddhistischen Malerei. Der subtile Gesichtsausdruck und die delikate Malerei mit Goldfabe sind charakteristisch für die sakrale Bildkunst der späten Kamakura-Zeit. [SM8HF]