Logo

Erzählung vom Untergang der Taira-Sippe (Heike monogatari): Yoshitsune inzan

Ident. Nr.: 1969-10.52

ObjID: obj:2586960

Details (Expert)

Beteiligte
Tosa-Schule (15. bis 19. Jahrhundert),
Werkstatt
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
17. Jahrhundert
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Erzählung vom Untergang der Taira-Sippe (Heike monogatari): Yoshitsune inzan
Heike monogatari
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Höhe x Breite: je Fächerblatt 8,8 x 24,8 cm
Blattmaß: 37,0 x 28,0 cm

Objektbeschreibung

Die literarische Vorlage für die bildlichen Darstellungen gehört zum berühmtesten Heldenepos Japans und schildert die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Sippen der Taira und der Minamoto um die politische Vorherrschaft im Japan des 12. Jahrhunderts. Mit haarfeinen Pinselstrichen und einem Höchstmaß an sorgfältiger Ausarbeitung der Details wie Gewandmuster oder Mimik und Gestik sowie unter Anwendung von kostbaren Pigmenten und Goldfarbe illustrierte der unbekannte Künstler auf lebhafte Weise die einzelnen Episoden. Seine Komposition passte er dabei stets geschickt dem Fächerformat an. Dekorative Wolkenbänder in opaker Goldfarbe dienen als räumliche Rahmen der jeweiligen Szenen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Diese 10 m lange Bildfolge erzählt in 86 fortlaufenden Szenen das Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, dessen Leben durch seine Großherzigkeit, vor allem grenzenlose Freigebigkeit, bestimmt wurde. Der begleitende Verstext ist in der nepalesischen Sprache Newari geschrieben. Obwohl die bemalte Bildrolle erst im 19. Jh. geschaffen wurde, setzt sie eine sehr alte und weit verbreitete buddhistische Tradition fort.Das Vessantara JatakaDas Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, ist im Theravada Buddhismus eine der bekanntesten Geschichten über frühere Leben buddhistischer Persönlichkeiten, in diesem Fall von Buddha Shakyamuni. Die Geschichte handelt vom Leben und von den Taten eines barmherzigen Prinzen und wird in vielen Ländern Südostasiens wie Thailand, Laos, Myanmar, Sri Lanka und Kambodscha jährlich bei Festen aufgeführt und gefeiert. Die Geschichte des Prinzen VishvantaraVishvantara wird in die Waldeinsamkeit geschickt, wohin ihn seine Familie begleitet. Nachdem er bereits einen Elefanten, ein Pferd und einen Wagen weggegeben hat, fordert ein alter Brahmane den Prinzen auf, auch seine Frau und Kinder wegzugeben. Der Prinz überläßt sie ihm. Schließlich hat er alle Prüfungen bestanden und wird im Tushita-Himmel wiedergeboren. Denn Vishvantara wird als letzte irdische Existenz des künftigen Buddha betrachtet. Die Geschichte vom Prinzen, der alles hergibt was er besitzt, zeigt die Tugend vollendeter Grosszügigkeit. SM8HF