Ident. Nr.: N (29 W) 108/2020,a-b
ObjID: obj:2602974
Details (Expert)
- Datierung
- Herstellung: 2020
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Espartogras, geflochten, Kautschuk, verklebt, Baumwolle, genäht
- Abmessungen
- Länge x Breite x Höhe: 27 x 8 x 10 cm (ein Schuh)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2602974
Objektbeschreibung
Ein Paar Männerschuhe „Espadrilles traditionnelle", Größe 40. Die Sohle besteht aus geflochtenem und in Schleifen gelegtem Esparto, das unten mit einer Naturkautschuksohle verklebt ist. Blauer Baumwollstoff als Obermaterial, der mit weißer Ziernaht mit der Sohle verbunden ist. Nicht gefüttert.
Espadrilles wie jene sind typische Schuhe des Baskenlandes sowohl in Spanien als auch in Frankreich. Der Hersteller „Don Quichosse" produziert die Schuhe bis heute im franz. Baskenland. Mit maschineller Unterstützung werden die Espadrilles in Handarbeit gefertigt. Der Name Espadrilles verweist auf die Tatsache, dass die Sohle traditionell aus geflochtenem Espartogras besteht. Espartogras wird hierfür mit speziellen Maschinen zu einem Zopf aus drei Strängen verflochten. Zur Herstellung wird das geflochtene Espartogras dann in Schleifen gelegt und mit einer Naturkautschuksohle verklebt. Anschließend wird das Oberteil des Schuhs aus Baumwolle mit der Sohle vernäht.
Der Hersteller „Don Quichosse" produziert diese Schuhe seit circa 1900. Es dauert ca. 2 Tage, bis ein Schuh fertig ist.
Espadrilles waren ursprünglich Schuhe der ärmeren Bevölkerung. Sie fanden Anfang des 20. Jahrhunderts Eingang in die Mode, z.B. als Gabrielle Chanel nach Biarritz im Baskenland kommt und die Pariser Oberschicht dort und an der Mittelmeerküste urlaubt. Espadrilles werden zu einem Symbol des legeren Sommerstils. Von Frankreich aus verbreitet sich der Trend auch nach Hollywood. Die Espadrilles-Mode erlebt in den 1950ern und 1970ern einen Aufschwung, ebenso wieder um 2010. Im 21. Jahrhundert wird die Sohle meist aus Jute hergestellt.
Espadrilles wie jene sind typische Schuhe des Baskenlandes sowohl in Spanien als auch in Frankreich. Der Hersteller „Don Quichosse" produziert die Schuhe bis heute im franz. Baskenland. Mit maschineller Unterstützung werden die Espadrilles in Handarbeit gefertigt. Der Name Espadrilles verweist auf die Tatsache, dass die Sohle traditionell aus geflochtenem Espartogras besteht. Espartogras wird hierfür mit speziellen Maschinen zu einem Zopf aus drei Strängen verflochten. Zur Herstellung wird das geflochtene Espartogras dann in Schleifen gelegt und mit einer Naturkautschuksohle verklebt. Anschließend wird das Oberteil des Schuhs aus Baumwolle mit der Sohle vernäht.
Der Hersteller „Don Quichosse" produziert diese Schuhe seit circa 1900. Es dauert ca. 2 Tage, bis ein Schuh fertig ist.
Espadrilles waren ursprünglich Schuhe der ärmeren Bevölkerung. Sie fanden Anfang des 20. Jahrhunderts Eingang in die Mode, z.B. als Gabrielle Chanel nach Biarritz im Baskenland kommt und die Pariser Oberschicht dort und an der Mittelmeerküste urlaubt. Espadrilles werden zu einem Symbol des legeren Sommerstils. Von Frankreich aus verbreitet sich der Trend auch nach Hollywood. Die Espadrilles-Mode erlebt in den 1950ern und 1970ern einen Aufschwung, ebenso wieder um 2010. Im 21. Jahrhundert wird die Sohle meist aus Jute hergestellt.
Letzte Aktualisierung: 09.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de