Frauenkunst zum besten von Mutter und Kind. Ausstellung Brühlsche Terrasse
Ident. Nr.: 2637388
ObjID: obj:2637388
Details (Expert)
- Beteiligte
- Kunstanstalt Wilhelm Hoffmann (1840 - 1930)
- Datierung
- Datierung: 1912
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Lithografie
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 65,5 x 45,4 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2637388
Objektbeschreibung
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Frauen, ihr Recht auf eine Wahlstimme, Bildung und Erwerbstätigkeit einzufordern. Da gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch Scheidungen möglich wurden, eröffnete sich eine Perspektive außerhalb der Ehe und als Hausfrau – wenngleich es schwer blieb, sie gegen materielle Abhängigkeit und konventionellen Druck durchzusetzen. Neue Forderungen wurden auch in Bezug auf künstlerisches Arbeiten laut. Vom Besuch staatlicher Kunstakademien ausgeschlossen, konnten Frauen sich nicht in gleichem Maße wie ihre männlichen Kollegen ausbilden. Daher schufen sie eigene Räume, in denen sie sich vernetzten und präsentierten. Sie organisierten sich in Frauenclubs und -vereinen, um für ihre Rechte im von Männern dominierten Kunstbetrieb zu kämpfen und sichtbar zu werden. Sie setzten Zeichen gegen die herrschende Auffassung, dass „Frauenkunst“ nur untergeordnete künstlerische Bereiche bediene und das „Künstlergenie“ allein im Manne existiere. Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin besitzt rund 3800 Originalplakate aus den Jahren 1840 bis 1914. Insgesamt sind im Bestand der frühen Plakate 40 weibliche Gestalterinnen vertreten, gegenüber 957 Männern. (Text: Christina Dembny)
Letzte Aktualisierung: 06.11.2025
Kontakt
Einrichtung:
Kunstbibliothek
E-Mail:
kb@smb.spk-berlin.de