C. L. Flemming Erzgebirgische Weihnachts-Pyramiden-Fabrik Globenstein
Ident. Nr.: N (62 K 1690) 20/2021
ObjID: obj:2645392
Details (Expert)
- Datierung
- Herstellung: 1940
- Material / Technik
- Druck auf Papier, Stempelfarbe
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 21 x 29,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2645392
Objektbeschreibung
Querformatiges, beidseitig bedrucktes Werbeblatt der Pyramiden-Fabrik Carl Ludwig Flemming aus Globenstein (Erzgeb.) über Schwarzenberg-Erzgebirge. Die Vorderseite mit zwei Abbildungen (Fabrik und Pyramide Nr. 4), daneben Erwähnung des Zubehörs (Erzgebirgische Bergmanns-Parade, Glockengeläut und Garten), darunter Ausführungen und Preise. Die Pyramiden gab es in fünf Größen und zwischen 80 cm und 145 cm Höhe. Garten, Glockengeläut und Figuren konnten dazu gekauft werden. Die Figuren-Garnitur von ca. 40-45 Teilen gab es mit "Orientalischer Geburt" oder als "Deutsche Figuren-Ausstattung". Die Gärten wurden in zwei Größen angeboten.
Rückseitig unter der Überschrift "Nur einige Anmerkungen" zahlreiche Dankschreiben von Kunden aus den Jahren 1937-1940. Auf der Vorderseite zwei blaue Stempel "Holzwarenfabrik Flemming KG, Globenstein über Schwarzenberg (Erzg.) - Land"
Die Holzwarenfabrik Carl Ludwig Flemming in Globenstein ist seit 1864 nachweisbar und stellte ab 1901 Weihnachts-Pyramiden mit oder ohne Glockengeläut her, die als Globensteiner Pyramiden bekannt wurden. Sie gehen auf Entwürfe von Rudolf Flemming (1874-1962) zurück. 1908 wurden die Pyramiden in sieben verschiedenen Größen angeboten. Im MEK gibt es unter Nr. I (53 Y) 47/1956,2 eine um 1910 entstandene Pyramide ohne Garten, die vom Aufbau der hier Abgebildeten entspricht.
Die Globensteiner Weihnachtspyramide ist eine Besonderheit: Im Erzgebirge entstanden Weihnachtspyramiden in der Regel als Einzelstücke, die meistens Männer neben ihrem Beruf konstruierten und bauten, eher als Freizeitbeschäftigung, oder um durch den Verkauf etwas hinzuzuverdienen. Das System der Firma Flemming war so konstruiert, dass Holzreste aus der Hauptproduktion verwendet werden konnten. Diese Konstruktion erlaubte es, dass Pyramiden unterschiedlicher Höhe von 80 Zentimetern bis über zwei Meter angeboten, für Versand und platzsparende Aufbewahrung die Flügel seitlich in die Böden gesteckt und die Kerzenhalter hochgeklappt werden konnten. Für ihr Serienprodukt, das es mit und ohne Figuren sowie mit und ohne Geläut gab, warb die Firma Flemming von etwa 1900 an in zahlreichen Zeitungen. Sie verschickte ihre Pyramiden in Kartons mit der Post, in guten Zeiten über 5000 Stück im Jahr. Im Jahr 1948 endete die Pyramidenherstellung in Globenstein.
Rückseitig unter der Überschrift "Nur einige Anmerkungen" zahlreiche Dankschreiben von Kunden aus den Jahren 1937-1940. Auf der Vorderseite zwei blaue Stempel "Holzwarenfabrik Flemming KG, Globenstein über Schwarzenberg (Erzg.) - Land"
Die Holzwarenfabrik Carl Ludwig Flemming in Globenstein ist seit 1864 nachweisbar und stellte ab 1901 Weihnachts-Pyramiden mit oder ohne Glockengeläut her, die als Globensteiner Pyramiden bekannt wurden. Sie gehen auf Entwürfe von Rudolf Flemming (1874-1962) zurück. 1908 wurden die Pyramiden in sieben verschiedenen Größen angeboten. Im MEK gibt es unter Nr. I (53 Y) 47/1956,2 eine um 1910 entstandene Pyramide ohne Garten, die vom Aufbau der hier Abgebildeten entspricht.
Die Globensteiner Weihnachtspyramide ist eine Besonderheit: Im Erzgebirge entstanden Weihnachtspyramiden in der Regel als Einzelstücke, die meistens Männer neben ihrem Beruf konstruierten und bauten, eher als Freizeitbeschäftigung, oder um durch den Verkauf etwas hinzuzuverdienen. Das System der Firma Flemming war so konstruiert, dass Holzreste aus der Hauptproduktion verwendet werden konnten. Diese Konstruktion erlaubte es, dass Pyramiden unterschiedlicher Höhe von 80 Zentimetern bis über zwei Meter angeboten, für Versand und platzsparende Aufbewahrung die Flügel seitlich in die Böden gesteckt und die Kerzenhalter hochgeklappt werden konnten. Für ihr Serienprodukt, das es mit und ohne Figuren sowie mit und ohne Geläut gab, warb die Firma Flemming von etwa 1900 an in zahlreichen Zeitungen. Sie verschickte ihre Pyramiden in Kartons mit der Post, in guten Zeiten über 5000 Stück im Jahr. Im Jahr 1948 endete die Pyramidenherstellung in Globenstein.
Letzte Aktualisierung: 10.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de