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Appels Delikatessen überall gegessen

Ident. Nr.: 2645544

ObjID: obj:2645544

Details (Expert)

Beteiligte
Aenne Koken (1885 - 1919),
Entwerfer*in
Appel Feinkost (1879),
Auftraggeber*in
Datierung
1911–1913
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Höhe x Breite: 30,1 x 48,5 cm

Objektbeschreibung

Im Jahr 1909, mit 24 Jahren, entwarf Aenne Koken für die Feinkosthandlung Appel das Motiv eines Hummers, der ein Mayonnaisen-Glas umarmt. Noch heute ist es in leicht abgewandelter Form das Markenzeichen der einstigen Delikatessen-Grosshandlung und Nahrungsmittelfabrik Heinrich Wilhelm Appel (heute: Appel Feinkost). Koken studierte drei Jahre an der Schule für Malerei und Dekorative Kunst in München. Durch ihren Vater, der eine Malschule besaß, kam sie bereits als Kind mit dem Zeichnen in Kontakt. Schon früh wird der gestalterische Ansatz deutlich, der auch späteren Auftraggebern diente: Klare Linien und markante Motive stellen das Produkt in den Mittelpunkt. In den 1910er-Jahren prägte Koken das Erscheinungsbild der Firma Bahlsen, dessen künstlerischem Beirat sie angehörte. 1913 wurde sie Mitglied des Deutschen Werkbundes und stellte ein Jahr später auf der Werkbund-Ausstellung in Köln im "Haus der Frau" aus. Neben Werbegrafiken entwarf sie Tapeten, Kleider, Hüte, Kissen und Decken, die in der Zeitschrift Neue Frauenkleidung und Frauenkultur abgedruckt wurden. Ebenfalls war Koken Mitglied im Verein für Deutsche Frauenkleidung und Kultur und gestaltete so die Reformbewegung mit. Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin besitzt rund 3800 Originalplakate aus den Jahren 1840 bis 1914. Insgesamt sind im Bestand der frühen Plakate 40 weibliche Gestalterinnen vertreten, gegenüber 957 Männern. (Text: Christina Thomson / Christina Dembny)


Letzte Aktualisierung: 04.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstbibliothek

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