Hafenarbeiter mit Pferd, am Ufer der Seine in Paris
Ident. Nr.: 2663379
ObjID: obj:2663379
Details (Expert)
- Beteiligte
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 68,8 x 80,2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2663379
Objektbeschreibung
Als Tochter einer wohlhabenden Familie konnte die Pariser Malerin Clementine Hélène Dufau bereits als Kind an Zeichenkursen an der privaten Académie Julian teilnehmen. 1889 stellte sie ihre Werke zum ersten Mal im Pariser Salon aus. Dort wurde sie 1895 mit dem Marie-Bashkirtseff-Preis ausgezeichnet, der junge Talente würdigte. Eine Arbeit für die feministische Tageszeitung „La Fronde“ illustriert ihre Gesinnung: Eine Gruppe von sich gegenseitig stützenden Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, darunter eine Künstlerin, blicken gemeinsam auf ein Ziel in der Ferne. Obwohl Dufau ihre Werke weiterhin im konservativ-akademischen Pariser Salon zeigte, wurde sie 1903 Mitbegründerin der Société du Salon d’Automne, die sich als Gegenbewegung verstand. Als Frau stellte sie eine der wenigen Ausnahmen in beiden Kunstsalons dar.
(Text: Christina Thomson / Christina Dembny)
Einige der Frühen Plakate sind Drucke "avant la lettre" (französisch: "vor dem Buchstaben"), also Exemplare im Zustand vor der Schrift. Diese reinen Bildplakate sind nicht nur künstlerisch oft ansprechend nah an der freien Grafik, sondern auch spannende Zeugnisse des Arbeitsprozesses in der Plakatgestaltung. Man erkennt in ihnen, wie Gestaltende die aufzudruckende Schrift in der Anlage des Motivs eindenken, wie Lithosteine in verschiedenen Bearbeitungsstufen eingesetzt werden, oder wie ein Bild verschiedene Anlässe, Sprachen oder Vermarktungskontexte bediente. Oft wurden Drucke ohne Schrift zur Freigabe durch die/den Künstler*in erstellt, vereinzelt aber auch kleine Auflagen der Varianten "avant la lettre" als Schmuckplakate in Umlauf gebracht.
Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin besitzt rund 3800 Originalplakate aus den Jahren 1840 bis 1914. Insgesamt sind im Bestand der frühen Plakate 40 weibliche Gestalterinnen vertreten, gegenüber 957 Männern.
(Text: Christina Thomson / Christina Dembny)
Letzte Aktualisierung: 04.05.2026
Kontakt
Einrichtung:
Kunstbibliothek
E-Mail:
kb@smb.spk-berlin.de