Logo

Sruni

Ident. Nr.: VII c 1068

ObjID: obj:2703510

Details (Expert)

Systematik/Art
Geografische Bezüge
Asien,
Kontinent
Bali,
Insel
Lombok,
Insel
Ost-Java,
Insel/Region
Madura,
Insel
Material / Technik
Holz (bemalt), Metall
Abmessungen
Länge: 340 mm
Objektmaß: 34 x 4,5 x 8 cm
Erwerbung
Schenkung, 2019

Objektbeschreibung

Bei dieser Sruni handelt es sich um eine Maskenoboe und um ein Tempelinstrument. „Makara“ ist ein Wesen aus der hinduistischen Mythologie. Sie war das Reittier der hinduistischen Götter Gangā und Varuna. Der schlanke Korpus aus Jacqueiraholz weist sechs frontale Tonlöcher, ein hochstehendes Daumenloch sowie ein Resonanzloch im oberen Teil des Trichters auf. Er besitzt einen verhältnismäßig großen Schalltrichter in Form eines „makara“ - einer geschnitzten Schimäre, halb Wasserschlange, halb Fisch, mit Augen, je zwei Reißzähnen, kleinen Ohren, großen geschwungenen Hörnern und angedeuteten Flügeln. Die vorherrschenden Farben des Korpus waren grün und rot. Lippenscheibe und Mundstück fehlen.

Letzte Aktualisierung: 04.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.