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Ident. Nr.: LB 6-2021, 1

ObjID: obj:2707404

Erworben im Rahmen der Künstler*innenförderung aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin von der Kulturverwaltung des Berliner Senats

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Nasan Tur (1974),
Holzschneider*in
Datierung
Herstellung: 2015
Abmessungen
Blattmaß: 62,4 x 83,0 cm
Plattenrand: 60,2 x 80 cm
Erwerbung
2021 aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie Berlin von der Kulturverwaltung des Berliner Senats vom Künstler erworben

Objektbeschreibung

Holzschnitt und Druckstock bilden eine untrennbare Einheit. Sie gehören zu einer Reihe von Werken mit politischen und philosophischen Aussagen, die Tur aus Zeitschriften entnimmt. Der Holzschnitt mit seinem langsamen Herstellungsprozess bildet einen Gegenpol zur rasanten Produktion und Verbreitung digitaler Bilder.

Letzte Aktualisierung: 10.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Der Petersfriedhof in Salzburg

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Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)