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Gaita

Ident. Nr.: VII a 168

ObjID: obj:2722417

Details (Expert)

Systematik/Art
Geografische Bezüge
Europa,
Kontinent
Spanien,
Land
Herstellungsort: Spanien,
Land
Material / Technik
Holz (lackiert), Metall, Garn
Abmessungen
Objektmaß: 39,5 x 7 x 7 cm
Länge: 395 mm
Erwerbung
Schenkung, 2019

Objektbeschreibung

Als Volksmusikinstrument wird die Chirimia in den meisten Gegenden Spaniens und Lateinamerikas gespielt. Diese Bezeichnung wurde auch für die spanische Gaita oder Dulzaina verwendet; die katalanische Schreibweise ist Xirimía. Das Instrument wird in der katalanischen Cobla in zwei Größen eingesetzt - Tiple und Tenora.
Die Chirimia mit zehn Tonlöchern wird in Santiago di Compostela und Salamanca gespielt; in Galizien erklingt sie mit anderen Instrumente im Ensemble, so in Alborada (Morgengesang) und bei Vorspielen zu Tänzen und Prozessionsmärschen.
In Costa Rica, San Salvador, Nicaragua und Guatemala spielen bei Festivals gelegentlich bis zu acht Chirimias.
In Honduras begleitet die Chirimia, zusammen mit einer Trommel, die Tänze der Moros y Christianos.
In vielen Teilen Mexikos wird die Chirimia vom Kirchturm herab gespielt, alternierend mit Trommelschlägen, die unten im Kirchhof ausführt werden. In dieser Hinsicht ist diese Musik einzigartig, sie enthält Strukturen der mikrotonalen arabischen Musik. Das Instrument wird auch eingesetzt, um Stierkämpfe anzuzeigen und um Musiker und Tänzer zu gemeinsamen Proben zu rufen.
Chirimias werden in Mexiko nur noch selten gebaut, doch wenn es noch welche gibt, werden sie ersetzt durch Flöten oder eine bestimmte Trompetenart, die dann den Namen Chirimia bekommen.
In den Provinzen Azuay und Canar im Hochland von Ecuador spielen die Quechua eine
etwa 70 cm lange Chirimi mit grober zylindrischer oder konischer Bohrung und Aufschlagzunge oder Doppelrohrblatt.

Diese Gaita besitzt einen gedrungenen Korpus aus mittelbraun lackiertem Holz. Sie weist sechs frontale ungleichständige Tonlöcher auf; beim fünften Tonloch ist der Durchmesser um einen mm größer. Ein sehr kleines Resonanzloch befindet sich seitlich unter dem sechsten Tonloch. Der Schalltrichter hat zwei Resonanzlöcher mit je 10 mm Durchmesser. Auffallend ist das sehr dicke und breite Mundstück; die Spitze ist 18 mm breit.

Letzte Aktualisierung: 04.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}