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Ident. Nr.: N (7 S) 37/2021

ObjID: obj:2728387

Details (Expert)

Datierung
1939/45
Geografische Bezüge
Material / Technik
Holz, Weide, geflochten, Leder, Leinen, Metall
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 50 x 36 x 12 cm

Objektbeschreibung

Korb aus Weide geflochten, mit Holzstreben beidseitig verstärkt. Drei unterteilte Fächer mit rundem Durchmesser, die mit einander verbunden sind. Auf der Unterseite Korbboden, oben offen. Die Öffnung ist mit einer passgenauen Metallplatte, die an Lederriemen befestigt ist, zu schließen. Die Lederriemen haben hierfür an der Korbvorderseite Schlitze für zwei Ösen. An der Rückseite des Korbs zudem ein Griff aus Leinen.

Körbe wie jener wurden seit dem Ersten Weltkriegs in Massen hergestellt. Sie dienten dazu Geschosse sicher an die Front zu transportieren. In diesem Korb fanden drei Geschosse Platz. Es handelt sich um einen Packkorb der Wehrmacht, der für Granaten der 7,5 cm Gebirgsgeschütze 36 typisch ist.
Die Produktion dieser Geschosskörbe führte im Ersten und Zweiten Weltkrieg in einigen Gegenden wie Franken oder Grimma dazu, dass die Korbproduktion Hochkonjunktur hatte und auch fachfremde Arbeiter*innen, häufig Frauen und Jugendliche, verpflichtet wurden, bei dieser kriegswichtigen Aktivität zu unterstützen. Betriebe schalteten dafür auch Anzeigen in lokalen Blättern, um Arbeitskräfte zu suchen.
Geschosskörbe für drei Geschosse wurden auch „Drillinge" genannt.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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